Desicion making

Ich treffe Entscheidungen meistens aus dem Bauch heraus.

„Wenn du echt nach England ziehst, kann ich dann mit?“
„Klar!“

Mein Bauch, den ich übrigens von Innen als auch von Außen sehr lieb gewonnen habe, gibt dann entweder ein nettes Kribbeln oder ein ungutes Uuuarghs-Gefühl von sich und ich entscheide Dinge innerhalb von Sekunden.

„Was wäre wenn wir anstatt nach London zu fahren, einen Road Trip machen?„Hmm… ja?“
„Ja!“
„Okay!“

In letzter Zeit scheint alles nur noch aus Entscheidungen zu bestehen. Egal, ob ich abends durch das Bücherregal gehe und mich frage, ob ich diesen Kitschroman mit dem hübschen roten Einband und der Goldprägung wirklich in die Momox-Kisten packen sollte, oder vielleicht doch noch behalte? Bis eben hin zu der Frage: Möchte ich mein ganzes Leben auf den Kopf stellen und einfach mal so kündigen?

Komischerweise fallen mir die großen Entscheidungen oft einfacher. Denn ja, ich will nach London und verdammt ein Road Trip vorher klingt super. Aber das Buch…? Vielleicht liegt es daran, dass die Entscheidung zu treffen, seinen Job zu kündigen und nach London oder nach England zu gehen so abstrakt ist, dass erstmal in der direkten Zukunft oder im Jetzt, nichts passiert. Die Entscheidung steht, mehr aber nicht, alles weitere ist Zukunft, die mich später irgendwann einholen wird. Beim Aussortieren des Kleiderschrankes, des Bücherregals oder der Schminkschublade ist das was ganz anderes. Denn jedes Teil, gegen das ich mich entscheide, ist weg – und zwar sofort.

Direkte Konsequenzen beeinflussen meine Entscheidungsfähigkeit maßgeblich, trotzdem glaube ich, das, wie alles andere im Leben auch, Entscheiden reine Übungssache ist. Erstmal im Flow fliegen die Bücher nur so in die Verkauf-den-Scheiss-Kiste und erstmal die Entscheidung getroffen „Alles muss raus!“, macht auch die vielen kleinen Momente, in denen man das Teil in der Hand ihn und her dreht, viel einfacher.

ENGLISCH

Most of the time decision making is based on my gut instinct.

„If you really leave Germany to move to UK, can I come with you?“
„Sure!“

My gut and belly,  which I by the way learned to love from the inside and the outside, makes a lovely flutter or gives me a terrifying uaargh-feel and within seconds when I decide the things I have to decide.

„What if we do a road trip instead of just moving to London?
„Hmm.. .yes??“
„Yes!“
„Alrigh!“

Lately my life seems to be made out of making decisions. It doesn’t matter wether its a simple one like going through my bookshelf, picking up books and deciding if I really want to throw away that lovely history romance novel with the sweet golden imprint? Or something a lot bigger like: Do I want to change up everything in my life and quit my job?

Funnily enough the big decisions sometimes are a lot more easy. Cause yes thanks, I am really sure I want to move to England yes damn a road trip sounds fantastic but the book…? Maybe it really depends on the fact that most of the big decisions like putting a job and leaving your hometown almost always feel pretty far away and don’t influence me right in that second I make them. It is just a deciding that is made and everything regarding to it will come up in the close or more far away future. But the book or the dress or that one lipstick I really like but never really use – that is something that leaves the house immediately as soon asI decide to throw it in the trash or sell it.

Immediate consequenses influence my decision making strongly, still I think being able to make desicions straight forward and quick is something, as almost everything, that can be learned. Once I am in the flow every moves into the „Sell this Shit!“ box quite quickly.

Fat Fashion, fuck you attitude, cupcakes, unicorns & videogames. Cloud castle architect. Killerqueen. Graphic designer with a weak spot for hipster fonts.

2 Comments

  1. Laura 14. Juli 2015

    Hallo ihr beiden, an sich ist das ja eine nette idee und viele meiner freunde sowie ich selbst haben auch schon roadtrips durch england, australien und die usa gemacht, insofern ist das ganze dann doch wesentlich unspektakulärer als das was ihr daraus macht. danach geht es dann wieder zurück zum 9 to 5 job oder wie sieht der eigentliche plan aus, der diesen trip so sehr von einem „normalen“ roadtrip, der ja im grunde ein längerer urlaub ist, unterscheidet? viele grüße und erstmal gute fahrt!

    Antworten
    • Elsa 14. Juli 2015

      Hallo Laura, ja, wenn man unsere Reise einmal von ganz weit außen betrachtet, hast du mit Sicherheit recht – viele andere haben schon Road Trips unternommen, darüber geschrieben, sind geblieben, weitergezogen, irgendwo anders untergekommen und manch einer ist gar so krass, dass er sogar ins All fliegt. Schon verrückt. Zoomen wir das Ganze jetzt etwas weiter ran, ist es für uns eben das große Ding. Einfach mal das machen, was wir machen wollen, ohne der großen autoritären Stimme zu folgen, wie man es eben so schön lernt. Was danach kommt, ist offen. Bewusst offen. Denn wer weiß, was passiert. Vielleicht läuft alles doch wieder auf einen 9 to 5 Job heraus – dann haben wir aber wenigstens versucht, aus diesem Trott herauszukommen. Oder es mündet in etwas vollkommen anderem. Dann ist es auch gut so. Solch „längere Urlaube“ sind schließlich auch dazu da, um sich selbst klar zu machen, was man vom Leben erwartet und die Möglichkeiten zu sehen, die im Alltag einfach untergehen.
      Tja und worin unterscheidet sich unser Road Trip von all den anderen? Keine Ahnung, schließlich sind wir noch nicht losgefahren. Aber muss er das denn? Müssen wir das eine unique Abenteuer erleben? Wichtig ist, was der Trip mit uns macht, auch wenn er genauso abläuft wie all die anderen vorher auch. In diesem Sinne: Wenn dich das, was du hier liest, zu sehr an die Geschichten deiner Freunde und Bekannten erinnert, ist das okay. Niemand wird gezwungen Duplicate Content zu lesen ;)
      ~Elsa

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*