Abschied | Farewell

 

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Tschüss sagen ist nicht so meine Stärke. Ich halte es eher mit „Bis später“. Ein „Bis später“ trifft es aber irgendwie nicht so ganz, wenn man für eine unbestimmte Zeit ins Ausland geht. Und wenn wir ehrlich sind, ist dann ein Tschüss auch irgendwie unangebracht.

Mit anderen Worten: Das Verabschieden war schwieriger, als ich angenommen habe. Alles war gut, bis zu dem Tag, an dem ich Ute das letzte Mal traf. Wir hatten einen perfekten letzten Tag mit Essen und Magic Mike XXL. Doch als ich sie abends zum Zug brachte und wir uns am Bahnsteig verabschiedeten sickerte es durch: Ich fahre weg. Nicht nur 2 Stunden mit dem Zug, sondern weg im Sinne von weg. Weg. Und ich habe keine Ahnung, wann ich die Menschen, die ich liebe, wiedersehen werden. Klar, man ist durch das Internet immer verbunden, aber dennoch ist man erst einmal weg. Nicht mehr live dabei, wenn im Leben von Freunden und Familie etwas bahnbrechendes passiert.

So fand ich mich also im nächtlichen Dresden wieder, wartete auf meinen Bus gen Heimat und weinte. In der Öffentlichkeit. Und dass, obwohl ich eigentlich kein überemotionaler Mensch bin. Aber all der Stress der letzten Zeit kanalisierte sich in diesem Moment in den Abschiedsschmerz und ich weinte einfach. Aber ich kann euch sagen: Das Weinen in der Öffentlichkeit ist nicht schlimm. Erst die überforderten Blicke der anderen machen es dazu. Menschen eben.

Der nächste Abschiedshammer kam, als ich meine Familie verabschiedete. Zwar wohne ich seit ich 17 bin nicht mehr Zuhause und doch hat es mich wahnsinnig traurig gemacht, zu gehen. Nicht zu wissen, wann man sie wiedersieht. Und dabei den kleinen, leisen Gedanken im Hinterkopf zu haben, dass man sie aus rein egoistischen Gründen traurig macht. Immerhin werde ich viele neue Dinge erleben und (hoffentlich) viel Spaß haben, während die anderen Zuhause sitzen. Unfair? Vielleicht ein bisschen. Aber manche Dinge müssen eben sein. Und so müssen eben manchmal viele Tränen fließen.

Außerdem bin ich ja nicht aus der Welt – daher: Bis später!

ENGLISH

Saying good bye has never been my strong point. I rather go with „See ya“. But „See ya“ is quite inappropriate when you go abroad for an indefinite period. And to be honest – „Good bye“ seems also a bit missplaced.

In other words: My private farewells were more difficult than I’ve expected. In fact everything was fine till the day I met Ute the last time. We had a perfect day with great food and Magic Mike XXL. But than I brought her to the train station and in that very moment I understood what is going on here. I’m leaving. And I’m not leaving by train to go to the next big city. I’m leaving. And I have no clue when I will see my loved ones again. Yeah, in these times internet connects us all but nevertheless I will be abroad for a while and probably miss many things which are going on in their lives.

After saying farewell to her I found myself in the middle of Dresden, waiting for my bus back home and crying. In public. Despite the fact that I’m not one of the most emotional persons of all time. But all the supressed stress of the last months just broke out in form of tears. And I have to say: Crying in public itself is not so bad. The people who can’t cope with emotions are making it bad. Unfortunately.

The next terrible farewell came when I said goodbye to my family. To be clear I left my parents house with 17 but nontheless it made me unbelievably sad to leave and not to know when I’ll come back. Besides there also is the tiny, silly thought of sadden the loved ones for completely selfish reasons. So it’s me who will make new (hopefully fun) experiences while others remain at home. Unfair? Maybe a little bit. But some things have to happen. And so sometimes tears must be cried.

Furthermore I’m not on the other side of the word. Therefore: See ya!

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