The noms – glutenfrei Einkaufen | Gluten Free Grocery Shopping

noms_1600px_blog02

Bevor ich mich in dieser Rubrik den Restaurants widme, tippe ich euch einen kurzen Post zum glutenfreien Einkaufen. Denn mal ehrlich, essen gehen ist schön und gut, aber man braucht eben auch mal Brot, Pasta oder Süßkram. Aber woher?

Glutenfrei – auf die Größe kommt’s an

Was in Deutschland zu einer unfassbar ätzenden Herausforderung ist, wird in UK denkbar einfach, denn in beinahe jedem Supermarkt (die Ausnahmen machen Lidl und Aldi – die Deutschen wieder) findet ihr eine „Free From“-Abteilung. Dieses mehr oder minder große Regal beherbergt neben glutenfreien Lebensmittel zum Beispiel auch Produkte ohne Laktose. Seid ihr in einem kleinen Supermarkt, ist die Auswahl ähnlich wie in Deutschland auf das Nötigste beschränkt, ist der Markt allerdings groß, kriegt ihr feuchte Augen. Versprochen.

g1445110993798409490

Mein Supermarkt der Wahl für glutenfreie Lebensmittel ist Tesco. Hier findet ihr vor allem im Tesco Superstore alles und noch viel mehr, was ihr zum Glücklichsein braucht. Und im Vergleich zu zum Beispiel Sainsbury’s ist der Preis ein klein wenig geringer. Denn auch in UK löhnt man natürlich mehr für seine speziellen Lebensmittel. Das mache ich aber gern, wenn ich neben Brot und Nudeln auch eine Auswahl an verschiedenen (!) Kuchen, Keksen, Waffeln, Muffins und anderen Leckereien findet. Kennt ihr Millionaire’s Shortbread? Nein? Probiert es! Unbedingt! Es ist SO unfassbar gut.

Gefrorene Schätze

Und vergesst nicht, bei den Gefriertruhen vorbei zu schauen. Dort gibt es auch was für euch. Glutenfreie Mac & Cheese zum Beispiel. Oder Eishörnchen. Und natürlich Pizza. Es ist einfach nur schön und so angenehm einfach.

Fertig-Sandwiches – die Rarität

Schwierig wird es allerdings bei glutenfreien Sandwiches. In Großbritannien ist es gängig, sich ein fertiges Sandwich zu kaufen und schon hat man einen schnellen Snack. Die glutenfreie Variante habe ich bisher nur bei Marks and Spencer gefunden – und das für nicht ganz günstige 3£. Kann man mal machen, muss man aber nicht.

Neben der „Free From“-Range lohnt es sich auch, mal auf die Inhaltsstoffe zu schauen. Der Brite wirft weitaus weniger Weizen in die Lebensmittel als der Deutsche. Also könnt ihr auch hier glutenfreie Schätzchen finden. Natürlich gilt hier auch immer Obacht, je nachdem, wie empfindlich ihr seid – allerdings sind auch in UK Allergene fett gedruckt und Spuren gekennzeichnet.

Ihr seht, glutenfreies Shoppen ist recht einfach und nichts, vor dem man sich fürchten müsste. Also habt Spaß und genießt die Auswahl!

ENGLISH

Before I start with all the awesome gluten free spots, I’ll tell you a few things about gluten free grocery shopping. Because eating out is great, but it’s also important to know, where you can buy gluten free groceries. 

Gluten Free – Size Matters

What is almost a torture in Germany gets kinda easy in UK, cause nearly every supermarket (expect the German chains like Aldi and Lidl) offer a „Free From“ section. This shelf offers you all groceries which are free from a certain ingredient like gluten, eggs or dairy. Is the supermarket small, you’ll probably only find some general things like bread, pasta and basic cookies etc. But when you visit a huge market, your eyes will get wet – I promise! 

When it comes to gluten free grocery shopping my supermarket of choice is Tesco, especially the Tesco Superstore offers you actually more than you need to be happy. And compared to Sainsbury’s the gluten free range is a bit cheaper, even if it’s much more expensive than normal food. Sad and unfair. Meh. But at Tesco you’ll get much for your money. Besides bread and pasta you’ll find several kinds of cookies and cakes, waffles, muffins and a lot more of awesome bakeries. Do you know Millionaire’s Shortbread? No? So go for it! It’s the most awesome shit ever!

Frozen Treasures

And don’t forget to spend the freezers a visit. Here you’ll find for example gluten free Mac & Cheese, pizza or gluten and diary free ice cream comes. Unexpected and awesome!

Ready Made Sandwiches – The Struggles

Sadly it gets a bit difficult when you’re looking for ready made sandwiches. The only gluten free ones I’ve found came from Marks and Spencers and were with 3£ kinda expensive. Nothing I have to do again, actually.

Besides the „Free From“ range it’s recommended to check the ingredients. All allergens are bold and even traces of gluten are listet. It’s a bit time-consuming but worth it. But be careful – if you are very sensitive you better go with the „Free From“ groceries.

As you’ve seen, grocery shopping is pretty easy in the UK and nothing to be scared off!

Schreiben | Storytelling | Fakten-Queen | Graphic Novels & Erzähltheorie | Tech | Fantasy & Sci-Fi | kosmisches Einhorn | ❤

Plenty of old stones | So viele alte Steine

25Nach den Tagen in Brighton sind wir weiter die Südküste entlang gefahren, haben Portsmouths einen Besuch abgestattet und in Southsee glutenfreien Pie gegessen (mehr über gute Restaurants mit einer glutenfreien Speisekarte gibt’s hier) und wollten eine weitere Nacht auf einem Park-and-Ride-Parkplatz verbringen, bevor es weiter ins nächste Airbnb in Shaftesbury ging. Leider wurden wir von einem „no overnight parking“-Schild überrascht, konnten dann aber mit Hilfe dieser Karte einen Pub finden, auf dessen Parkplatz man bleiben durfte. Pub-Parkplätze sind somit schnell eine unserer Lieblingsmethoden für „wildes“ Campen geworden, denn: sicher und einfach.

steine_mehrsteine_4

Am darauffolgenden Sonntag, haben wir Halt in Old Sarum gemacht, eine von vielen English-Heritage-Sehenswürdigkeiten. Dort konnten wir im Gras picknicken und sind danach die Ruine erkunden gegangen, bevor wir Nachmittags im Airbnb ankamen. Unser sehr lieber Host hat uns sogar ins Dorf gefahren, das sehr hübsch und klein ist, und wo wir unseren ersten Sunday Roast aßen.

 

Menschen, die auf Steine starren

Shaftesbury liegt in der Nähe von Stonehenge, das ziemlich hoch auf unserer must-see-Liste stand, daher war es am Montag auch unser erstes Ziel. Bei blauem Himmel und mit einem Audioguide bewaffnet, liefen wir mit einiger Entfernung um diese großen und imposanten Steine und dachten uns unsere ganz eigenen Verschwörungstheorien darüber aus, was sie sind und wie sie dort hin kamen.

steine_mehrsteine_blog

steine_mehrsteine_01

Aber sein wir mal ehrlich, so faszinierend das alles ist, genauso komisch ist es auch, wenn man sich mal kurz hinsetzt und die Menschen dabei beobachtet wie sie voller Bewunderung einen Haufen Steine anstarren. Ich stelle mir gerne vor, dass die Steine ungehört vor sich hin kichern, weil sie wissen, das wir ihr Rätsel niemals lösen werden. Das Besucherzentrum war gut organisiert, mit einem Café und einer Ausstellung; mit Bussen oder zu Fuß kommt man von dort zum Steinkreis.

Ein Schloss auf einer Lichtung

Da wir danach noch nicht genug von alten Steinen hatten, sind wir auf dem Rückweg zum The Old Wadour Castle gefahren, der Weg dort hin war ziemlich abenteuerlich, aber die Schlossruine liegt auf einer wunderschönen Lichtung, direkt mit Blick auf einen kleinen See. Es gab kaum Touristen, einen tollen Audioguide und man konnte die Ruine bis ganz oben besteigen und den Ausblick genießen.

Nach zwei schönen Tagen in Shaftesbury sind wir weiter nach Süden Richtung Paignton gefahren, allerdings konnten wir uns ein Frühstück im Beggar’s Banquet nicht entgehen lassen, da dort veganes, vegetarisches und glutenfreies Essen serviert wurde.

steine_mehrsteine_2 steine_mehrsteine_3

ENGLISH

After Brighton we traveled along the coast for a few more days, visited Portsmouth, had amazing gluten free pie in Southsee (you’ll find more about good places to eat gluten free here) and headed towards Shaftesbury. We planned to stay on a park and ride close to Portsmouth, cause the one in Canterbury had been so nice, but we unfortunately found out that overnight parking wasn’t allowed, so we had so look for a different option. It already got pretty dark and we felt a bit lost, when we decided to have a look at this map, which provides lots of options for permitted overnight parking in the UK, luckily there was a pub not that far from our current location. In general our experience with overnight parking at pubs is really good. We had a cider in the pub, asked if we could spend the night at their car park and had a pretty quiet and safe stay there.

On the Sunday afterwards we stopped in Old Sarum, one of the many English Heritage sights, and had a lovely picnic in the sun and a walk through the old ruins. Then we arrived in Shaftesbury around afternoon. Out host was a lovely woman, who drove us into town for dinner, we had our first Sunday roast,  and after camping and sleeping in the car for about a week we really appreciated the big bed.

People starring at stones

Shaftesbury is close to Stonehenge, which was on our must see list, so on Monday morning this was our first destination. Under blue skies we listened to the audio guide, looked at these magnificent and ancient stones and made up our own conspiracy theories about how they got there. When you think about it, it really is a strange thing, thousands of people walking around that circle in awe, starring at it but in the end no one really knows what it is. So I like to imagine the stones, in all their grace and mightiness, giggle silently about us and how everyone is attracted to their secrets.The visitor center is well organized, with busses that take you to the stone circle, an exhibition and a big gift shop.

A clearance with a castle

Because we hadn’t seen enough old stones for one day, we decided to take good use of the sunny weather and visit The Old Wadour Castle. The way up there was a bit adventurous, a one lane way with the car, pretty steep and sometimes muddy, but the castle itself was really beautiful, situated on a clearance with a pretty little lake in the front, there also were hardly any other tourist around. You could take an audio guide or just follow the signs and read the most important information. Located close to a big pond the scenery of the castle is beautiful and when you make the effort of climbing up the ruins you have a spectacular view over the landscape.

After two nights we had to leave again, going down south to Paignton. But we couldn’t leave without having breakfast at the Beggar’s Banquet, a little and lovely cafe that offered vegan and vegetarian food and gluten free stuff aswell.

Fat Fashion, fuck you attitude, cupcakes, unicorns & videogames. Cloud castle architect. Killerqueen. Graphic designer with a weak spot for hipster fonts.

The Noms – Glutenfreie Cafés & Restaurants | Gluten Free Places

noms_1600px_blog02

Stellt euch mal vor, ihr dürft quasi nix aus Getreide essen. Keine Pasta, keine Pizza, kein Brot, keinen Kuchen – quasi nichts, wo Mehl drin ist. Schwierig, was? Alle Glutenintoleranten und ihre Freunde wissen sicher, von was ich rede. Es kotzt an und ist sehr schwierig, Cafés oder Restaurants mit glutenfreien Gerichten zu finden. Vor allem in Deutschland ist es quasi unmöglich, außerhalb der eigenen Küche glutenfrei zu essen. Und für mich als glutenintoleranter Pescetarier ist es noch eine Schippe schwerer, denn Fleisch fällt weg. Und ja, es ist genauso frustrierend wie es klingt. Für alle beteiligten

Leichter, als gedacht – danke Großbritannien!

Während unserer Road-Trip-Vorbereitungen, habe ich mir durchaus Sorgen gemacht, wenn ich an das Essen in UK gedacht habe. Doch als ich schließlich ankam, war ich überwältigt. Die Auswahl an glutenfreiem Essen ist großartig und selbst in Kleinstädten oder Dörfern hatte ich kein Problem, Restaurants mit glutenfreien Gerichten zu finden.

Wo kann man essen? Ich erzähl’s euch!

Und genau das ist der Grund, weshalb ich die Kategorie „The Noms“ ins Leben gerufen habe. Ich möchte euch großartige und unerwartete Orte zeigen, an denen ihr richtig gute glutenfreie Gerichte findet.

Damit ihr dabei auch den Überblick behaltet, findet ihr ab sofort im Side-Menü einen Link zu The Noms, der Restaurants und Cafés inklusive Adresse und einem Shortcut zum jeweiligen Blogpost auflistet. Die Liste wächst stetig weiter und natürlich kommt nach und nach ein eigener Post zu den jeweiligen Lokalitäten.

Falls ihr generelle Fragen zur glutenfreien Ernährung in Großbritannien habt, lasst mir gern einen Kommentar da oder schreibt mir eine Nachricht über das Kontaktformular.

In diesem Sinne: Seid gespannt und lasst’s euch schmecken!

ENGLISH

Imagine, you aren’t allowed to eat wheat. No pasta, no pizza, no bread, no cake – effectively nothing with flour. Hard one, huh? Gluten intolerant people and their friends might know, what I’m talking about. It sucks and it’s hard to find cafés and restaurants with a gluten free menue. Especially in Germany it’s almost impossible for a gluten intolerant person to eat outside the own kitchen. And for me as a gluten intolerant pescetarian it’s even harder to find an (amazing) meal. And yes, it is exactly that frustrating as it sounds. For all involved.

Easier than expected – thanks UK!

During our road trip preperations, I really was afraid what’s like to eat in the UK as a gluten intolerat. But when I arrived, I was amazed. The range of gluten free food is amazing and even in small towns or villages I never had problems finding a gluten free menue.

I tell you where to eat

And that’s the reason why I’m gonna to start the category „The Noms“ – I wanna show you great and maybe unexpected places, where you are going to find amazing gluten free food.

To keep track of all this places, I created an extra link in the side menu, where you find a list with the cafés and restaurants, their addresses and a shortcut to the current blog post. The list will grow and withing the next weeks you’ll find separate posts to every place.

If you have any questions about eating gluten free in the UK, feel free to drop a comment or a message via the contact form.

Schreiben | Storytelling | Fakten-Queen | Graphic Novels & Erzähltheorie | Tech | Fantasy & Sci-Fi | kosmisches Einhorn | ❤

Das Meer, Camping & Brighton | The Sea, Camping & Brighton

Mittlerweile sind wir im Norden Großbritanniens angekommen, während wir auf dem Blog noch immer im Süden abhängen. Es ist unheimlich viel passiert und das rollen wir für euch jetzt langsam mal auf, damit auch ihr auf dem neuesten Stand seid.

Das Meer & der Parkplatz

brighton_012[1]

Nach unserem unglaublichen Aufenthalt in Saffron Walden ging es nach Osten an die Küste – wir wollten endlich das Meer sehen! Und als wir Aldeburgh erreichten, waren wir einfach nur entzückt. Zwar war es fürchterlich kalt, aber da war das Meer. Wir sind gefühlt ewig den Steinstrand entlang gegangen und waren erfüllt voller wogender Glückseligkeit.

Zudem durften wir auch gleich einmal mehr die Offenheit der Engländer kennenlernen, als uns zwei Damen zu sich riefen, die einen gefunden hatten und ihn uns zeigen wollten. Faszinierend und irgendwie auch unheimlich nett.

Der Abend endete schließlich auf einem Parkplatz, auf dem wir das erste Mal wild in unserem Auto schliefen – und ganz so super war es nicht, waren wir doch ob des „Wildcampens“ etwas aufgeregt. Allerdings hat der Sonnenaufgang am Meer inklusive Frühstück hat für alle kleinen Albträume entschädigt.

Camping

brighton_014[1]

Wer mich kennt, wird vermutlich schon mal folgenden Satz gehört haben: „Ich campe nicht, ich hab‘ Würde.“ (Jaja, das ist unglaublich dumm, ich weiß, aber ich fand Camping immer gruselig, weil Klo und so.) Und doch war es dann so weit, dass wir uns nach einem Tag in Canterbury und einem zweiten Tag ohne Dusche auf einem Campingplatz nahe Brighton wieder fanden. Und Leute, nach zwei Tagen ohne Dusche war es mir unglaublich egal, dass um uns herum nur Wiese war, ich war einfach nur glücklich, fließendes Wasser zu haben.

Und auch generell war der Campingplatz sehr süß – es war letztlich nur eine große Grünfläche, die zu einer Farm gehörte, es gab Freiluftduschen und die Möglichkeit, sein eigenes Feuerchen zu entzünden. Wirklich süß und mein grundloses Campingtrauma ist mittlerweile auch überwunden, da ich die kostengünstige Möglichkeit von Hygieneräumen jenseits eines Costa Coffee wirklich schätzen gelernt habe.

Brighton, du bist mehr als ein Pier

brighton_013_blog[1]

Ziel des Camping-Aufenthaltes war Brighton, die Stadt mit dem Pier, denn das ist oftmals das einzige, um was es in einem Gespräch über die Stadt geht. Und Leute – ja, der Pier ist rein architektonisch sehenswert, doch in seinem Inneren befindet sich einfach nur eine gigantische Arcade. Das macht Spaß, doch sobald euch der Greifautomat anfängt auszulachen, solltet ihr eure 20p-Stücke sammeln und in Eis investieren. Und keineswegs, ich wiederhole, KEINESWEGS in Essen am Strand. Tut es nicht. Die Pommes, die wir hatten, schmeckten wie geformtes Frittierfett.

brighton_01[1]

Kehrt lieber dem Pier den Rücken und erkundet die Stadt mit ihren kleinen, bunten Geschäften, den unzähligen süßen Cafés, kleinen Restaurants und all dem, was Brighton eigentlich zu Brighton macht – ein buntes, multikulturelles, kreatives Getümmel. Definitiv eine Reise wert!

ENGLISH

As you might’ve seen on our Instagram account, we already arrived in Scotland, even if we’re still in the south on our blog. It happend so much within the last weeks, so it’s finally time to start telling you all the stories you’ve missed so far.

The Sea & The Car Park

After our beautiful stop in Saffron Walden we drove more east to see the sea – finally! So we reached Aldeburgh and with it a state of calm delight. Admittedly it was freezing cold but hell, the sea! We took a neverending stroll on the stony beach and felt the overwhelming bliss only the sea can provide.

Besides the ocean we got to know the candour of British people. Two women beckoned us over to show us a death’s head hawkmoth, which lied paralysed on the beach. Fascinating and unquestionabyl nice.

The relaxed evening finally ended on a car park near the beach with our first night of „wild camping“. Well, it wasn’t that aswesome as we slept very unwell thanks to our excitement and the fear what might happen if anyone disturbs our sleep with bad things in mind. But everything was fine and the beautful coastal sunset combined with a nice beach breakfast compensated our nightmares very well.

Camping

People who know me might have heard one sentence out of my mouth more than once: „I don’t camp, I have grandeur.“ (Yeah, I know, it’s as silly as it’s arrogant, but camping really creeped me out for a long time cause loo and so…) But than the day came, where I found myself on a campsite near Brighton.  And guys, I didn’t mind. After two days without a shower I was just happy to feel water running over my body, so it didn’t mattered at all where the water was located.

The campsite was very cute in general. It was just a huge meadow and belonged to a farm. You found open air showers there (awesome!) and you had the opportunity to kindle your own camp fire. So it was easy to overcome my unfounded camping trauma and I really learned to appreciate lavatories that aren’t loos at Costa Coffee.

Brighton, you’re so much more than your Pier

The main reason of our campsite stay was Brighton, the city with the Pier. That’s the main subject when you talk with someone about this coastal city. And well, yes, the Pier is worth seeing but in fact it’s just an enormous arcade, which is fun till the crane machine starts laughing at you. So I’d recommend saving your 20p coins for ice cream or food. But à propos food – don’t eat at the beach. Never! Really. We had chips there and they’ve tasted liked chip-shaped deep-frying fat. Irgh.

You do better to leave the beach for the city and their small, colourful stores, the myriad cute cafés, the tiny restaurants and for everything that made Brighton that vibrant and fascinating – a varied, creative hurly-burly, which is so fucking worth a visit!

Schreiben | Storytelling | Fakten-Queen | Graphic Novels & Erzähltheorie | Tech | Fantasy & Sci-Fi | kosmisches Einhorn | ❤

I would walk five hundred miles – Die Geschichte vom Laufen

walk500_blog

Wer mich kennt, also so wirklich kennt und Alltag mit mir bestreitet, weiß, dass Laufen ein schwieriges Thema ist. Ich bin nicht generell bewegungsfaul, aber egal wie fit ich war (zur Zeit bin ich es nicht mehr so, aber früher, als ich regelmäßig schwamm und Fahrrad fuhr), ich fand Laufen schon immer doof. Und mit Laufen meine ich nicht Rennen, sondern Spazieren gehen, von A nach B kommen, die 5 Minuten zur Bushaltestelle gehen. Laufen war irgendwie immer falsch.

Ich lauf doch nicht!

Es gibt da diese Anekdote aus der Gymnasialzeit: Die Bushaltestellen waren recht nah an der Schule, die eine etwas weiter die Straße rauf als die andere, und man konnte irgendwie schon von weitem sehen, wenn der Bus kam. J. und S. und ich hatten Schulschluss und als der Bus plötzlich nahte, rannten beide los.

„Kadi! Los!“

Doch auf meinem Gesicht war nur Unverständnis zu sehen.

„Ich lauf doch nicht!“, platze es trotzig aus mir heraus, der nächste Bus kam in zehn Minuten und ich renne doch nicht mit schwerem Rucksack die Straße hoch, also echt?

Der Satz sollte mich nicht nur Tage oder Wochen sondern Jahre verfolgen. Meine ganze Familie inklusive aller engen Freunde, auch die, die nicht an der Situation beteiligt waren, geben regelmäßig ein „Ich lauf doch nicht!“ von sich, wenn es irgendwie um mich und laufen geh.

Das gemeine ist, mein Laufproblem ist keins, was nur aus Faulheit besteht, ich neigte Jahre lang dazu, bei jeder Kleinigkeit umzuknicken und meine Bänder in den Füßen sind total versaut. Wenn ich von Null auf Hundert losgehe, verkrampfen sich meine Füße und tun weh. Das wird so schlimm, dass ich irgendwann mit den Tränen kämpfend neben meiner Begleitung herschlürfe wie ein Zombie und jeden Schritt verfluche. Die Angst davor, dass das passiert, ist meistens schon das größte Argument gegen das Laufen, und bis vor ein paar Wochen habe ich jeden Weg genauestens abgeschätzt und mir schon vorher Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn ich plötzlich nicht mehr weiter komme, wenn alles weh tut, wenn ich mal wieder blockiere.

Angst vor der Angst vor der Angst vor der…

Angst und zu viel denken macht meistens alles schlimmer und endete oft darin, dass ich viel zu viel über den Schritt, über meine Fußstellung und meine Haltung nachdachte, und nie, wirklich nie entspannt gegangen bin. Witzigerweise war das schon immer anders, wenn es darum ging, irgendwo zu laufen, wo ich es wirklich wollte, Sight-Seeing in London? Kein Ding. Wenn ich abgelenkt war und mich nicht unter Druck fühlte, ging gleich alles viel besser..

Obwohl wir jetzt mit dem Auto unterwegs sind, lässt sich Laufen natürlich nicht vermeiden und was soll ich sagen? Es wird immer besser. So viel besser. Elsa schaut mich immer mal wieder völlig erstaunt an, vor allen Dingen wenn ich Sätze wie „Google Maps sagt das sind nur 12 Minuten, da brauchen wir keinen Bus nehmen“, sage. Wir sind durch London gegangen, durch Brighton, durch Saffron Walden, nicht nur um von A nach B zu kommen, sondern auch einfach so. Wir sind zum Strand in Whitsand Bay eine Steilküste abgestiegen mit unendlich vielen Stufen und wackeligen Wegen und am nächsten Tag haben wir eine verlassene Hütte auf einem einsam stehenden Hügel besucht. Ich merke, dass mir das Laufen immer einfacher fällt, das meine Oberschenkel kräftiger werden und ich meinen Kopf dabei ausschalten kann. Für mich ist das etwas unglaublich phänomenales, weniger wegen der Strecken, die ich zurück legen kann, als wegen der Tatsache, dass ich keine Angst mehr davor habe,  zu Fuß unterwegs zu sein, selbst wenn Elsa sagt, dass es eine 30 Minuten Strecke ist.

ENGLISH

Everyone who knows me, like really knowing and spending daily life with me, know how much I despise walking. You can’t say I am lazy to move in general, but no matter how fit or in which condition I was, I always hated walking. And I am not talking about running, it’s just about simply walking, getting from A to B, the 5 minutes walk to the bus stop. Walking just always felt wrong. 

As if I would run!

There is this anecdote from school days: Our bus station was pretty close to the school ground, when you were walking towards it, you could see when a bus was coming or already waiting. It was end of school and J., S. and I walked to the stop as suddenly the bus arrived and my friends started running. 

„Kadi! Come on!“

But they could only see incomprehension on my face. 

„As if I would run!“, I bursted out loud, the next bus was coming in ten minutes, no reason at all to run down a street with a heavy school bag on my back. 

This sentence was doomed to stay with me forever. Everyone, my family and friends, lots of people who did not witnessed this situation are commonly saying it again and again as soon the topic turns to walking and me. 

What no one wanted to understand is, that my walking problem never was one of simply laziness. For years I snapped my ankles in every thinkable situation, over stretched the ligaments in my feet. Whenever I started walking too quickly and at a too high pace everything cramped up painfully. Sometimes it got so worse, I had to fight with tears with every step. The fear of this happening was always so huge, that it turned out to be my favourite reason against walking and just six week ago I was still overthinking every short walk.

The fear of fear of fear…

Fear and too much thinking make most things worse and ended in me thinking about every single step I took. To look for the way I would hold my feet or how I rolled over them, I never really walked relaxed. Funnily, whenever walking was about looking at something nice, like sight seeing in London, or when I felt no pressure behind it, it worked a lot better.

At the moment we travel by car, but of course traveling and exploring cities include a lot of walking and what can I say? I gets better. So much better. Sometimes Elsa looks strange at me, or a bit bewildered, especially when I say things like: „Google Maps says it’s just a 12 minutes walk, we don’t need a bus.“. We walked through London, Brighton, Saffron Walden, Glasgow, the Exmoor, we walked not only to get from A to B but just because. We managed to more or less walk down the cliff coast at Whitsand Bay to get to the beach, and stumple over lots of steel steps and small paths to see a lonely hut with nothing but the ocean around. I feel that my legs grow stronger and that I can stop my head from spinning so much.  It’s a liberating and amazing, not only because of the distance I suddenly walk without problem, but mostly because I feel no fear or panic anymore, even if Elsa tells me it’s a 30 minutes walk. 

Fat Fashion, fuck you attitude, cupcakes, unicorns & videogames. Cloud castle architect. Killerqueen. Graphic designer with a weak spot for hipster fonts.