Elsas 5 Ziele | Elsa’s 5 Goals

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Falls ihr euch zufällig durch unsere Profile geklickt habt, habt ihr vielleicht die 5 Ziele gefunden, die wir uns noch vor unserer Reise gesteckt haben. Diese 5 Dinge waren vage Wünsche, von denen wir hofften, dass sie sich während des Abenteuers erfüllen. Nun ist das Abenteuer zwar nicht um, aber veränderte sich drastisch durch unser Leben in der Wohnung und wird sich noch mehr ändern, wenn wir einen Job haben. Also dachte ich, es ist für mich an der Zeit zurück zu schauen, was ich mir damals in Deutschland gewünscht habe.

  1. Mit fremden Menschen reden, ganz ungezwungen, weil eigentlich nichts daran awkward ist. Und dann ihre Geschichten sammeln.
    Ich bin mittlerweile ganz schön gut darin, mit Fremden zu reden. Vor allem bin ich nicht mehr awkward, auch wenn es noch immer diese Momente gibt, in denen ich mich lieber unter dem Tisch verstecken würde, als den Mund aufzumachen. Aber grundlegend habe ich keine Probleme mehr, mit Fremden zu interagieren. Mir wurden auch ein paar schöne Geschichten erzählt und ich stelle fest, dass da draußen schon ein paar spannende Menschen herumlaufen.
    Zudem bin ich auch im Flirten recht sicher geworden. Ich sollte versuchen mit meiner Fähigkeit, Männer am Haken zu halten, Geld zu machen.
  2. Glutenfreie Pizza essen. In einem Restaurant.
    Hab ich in der ersten Woche bereits gemacht und auch danach noch sehr, sehr oft. Ich liebe Großbritannien für as glutenfreie Essen in Restaurants. Aber das wisst ihr ja schon.
  3. Zeichnen und schreiben – viel.
    Ne, ich war scheiße faul. Okay, nicht wirklich. Es ist einfach schwierig, Zeit zum Zeichnen und Schreiben zu finden, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und dann erschöpft im Auto einschläft. Aber ich hoffe, dass es besser wird, sobald wir ins unserer Wohnung sind. Ich muss meiner selbst wirklich Ausdruck verleihen. Auch etwas, das ich während des Trips entdeckt habe.
  4. Mir näher kommen und endlich wissen, was Leben für mich bedeutet.
    Ich war mir wahrscheinlich noch nie näher, als ich es aktuell bin. Das Reisen und auch die Gespräche mit Katrin haben mir gezeigt, wer ich bin, was ich vom Leben erwarte und gab mir ein unglaubliches Selbstbewusstsein. Mittlerweile weiß ich auch in etwa, was ich werden will, wenn ich mal groß bin. Zudem habe ich auch gelernt, dass ich ziemlich okay bin, wie ich bin. Darüber hinaus habe ich viele versteckte Träume, Wünsche und Ziele während der neun Wochen (wieder)gefunden und ich hoffe, dass davon noch mehr die dunklen Höhlen meiner Seele verlässt, um an die Oberfläche zu dringen.
  5. Keine Angst mehr vorm Autofahren haben. Ich hoffe, das passiert in der ersten Woche.
    Nun…ich bin in der ersten Woche nicht gefahren, aber saß in Saffron Walden hinterm Steuer, was in einem hysterischen Heulkrampf auf einem Tesco-Parkplatz endete. Nach diesem unangenehmen Zwischenfall war ich zu gegruselt, sodass es acht Wochen und die leeren Straßen der Isle of Skye brauchte, damit ich wieder auf dem Fahrersitz platz nehme. Das hat dann auch Spaß gemacht, aber ich werde nie ein passionierter Fahrer werden. Viel lieber nehme ich den Bus. Oder meine Füße.

 

Ich habe auch gelernt, dass sich Wünsche nicht von selbst und ohne eigenes Zutun erfüllen. Es gab Tränen, Sturheit, Verzweiflung und viele andere unschöne Gefühle, um die bisher versteckte Teile meines wahren Selbst zu entdecken. Aber nun fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Ein wahrhaftigeres Ich mit einer ziemlich großen Portion Selbstbewusstsein. Und das ist einer der vielen Gründe, weshalb ich es niemals bereuen werde, alles zurückgelassen zu haben, um diese Reise durch Großbritannien und zu mir selbst anzutreten.

Vielleicht ist ja doch was dran, dass das Leben erst außerhalb der Comfort Zone anfängt.

 

ENGLISH

If  you have accidentally clicked our personal descriptions, you may have found the 5 goals we set us before we started the trip. These 5 things were very vague wishes, we hoped the adventure will eventually fulfil. Now the adventure isn’t over but changed from travel into a new life with a flat and hopefully a job. So it’s time for me to look back to the things I’ve wished for back in Germany.

  1. Talking to strangers to see that this isn’t awkward at all. And collecting their stories.
    I’m pretty great in talking with strangers by now. I’m not awkward anymore even if there are still the moments when I’d rather hide under a table than open my mouth and let words out. But in fact there are no problems anymore.  I also got some nice stories told. There are exciting people out there.
    Plus I got very confident with flirting. Should try to make money with my ability to tease and please.
  2. Eating gluten free pizza. In a restaurant. Cause that’s something you almost can’t do in Germany.
    I did this within the first week and so often after it. I love UK for the awesome gluten free food in restaurants! But you should already know.
  3. Drawing and writing – like a pro!
    Nah, I was  lazy as fuck. Okay, not really. It’s so difficult to find time to write or draw when you live in a car and fell exhausted asleep after a long day of sightseeing. But I hope I can start drawing again, when we hit the new flat. I really need to express myself. That’s also a thing that I’ve discovered during our trip.
  4. Getting more in touch with myself to get an idea what life really means to me.
    I was probably never more in touch with myself than I am now. The travels and also the intense chats with Katrin showed me, who I am, what I expect from life and gave me a massive amount of confidence. I even have a slight clue, what I wanna do when I grow up. And I also learned that I’m pretty okay the way I am and that there are many hidden dreams I (re)discovered during the nine weeks and I hope that there’s still more what will leave the deep caves of my soul to reach its surface.
  5. Stop being afraid to drive a car. I hope that happens within the first week.
    Well… I didn’t drove in the first week. I drove in our second week in Saffron Walden and this ended up with a hysterical breakdown on a Tesco car park. After this unpleasant incident I was too scared to drive and it took me eight weeks and the empty streets on the Isle of Skye to sit behind the steering wheel again. It was fun but I’ll never be a passionate driver. I rather take the bus or my feet.

I also learned, that no goal fulfils without any effort. There’ve been tears, obstinacy, despair and many other unpleasant feelings to discover the parts of my true self. But now I feel like a new person. A new and truer me with a huge amount of self-esteem. And that’s one of the many reasons, why I’ll never regret having left everything behind to start this amazing adventure across the country and towards me.

Sometimes it seems to be true, that life starts right beyond your comfort zone.

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The Noms – Glutenfreie Cafés & Restaurants | Gluten Free Places

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Stellt euch mal vor, ihr dürft quasi nix aus Getreide essen. Keine Pasta, keine Pizza, kein Brot, keinen Kuchen – quasi nichts, wo Mehl drin ist. Schwierig, was? Alle Glutenintoleranten und ihre Freunde wissen sicher, von was ich rede. Es kotzt an und ist sehr schwierig, Cafés oder Restaurants mit glutenfreien Gerichten zu finden. Vor allem in Deutschland ist es quasi unmöglich, außerhalb der eigenen Küche glutenfrei zu essen. Und für mich als glutenintoleranter Pescetarier ist es noch eine Schippe schwerer, denn Fleisch fällt weg. Und ja, es ist genauso frustrierend wie es klingt. Für alle beteiligten

Leichter, als gedacht – danke Großbritannien!

Während unserer Road-Trip-Vorbereitungen, habe ich mir durchaus Sorgen gemacht, wenn ich an das Essen in UK gedacht habe. Doch als ich schließlich ankam, war ich überwältigt. Die Auswahl an glutenfreiem Essen ist großartig und selbst in Kleinstädten oder Dörfern hatte ich kein Problem, Restaurants mit glutenfreien Gerichten zu finden.

Wo kann man essen? Ich erzähl’s euch!

Und genau das ist der Grund, weshalb ich die Kategorie „The Noms“ ins Leben gerufen habe. Ich möchte euch großartige und unerwartete Orte zeigen, an denen ihr richtig gute glutenfreie Gerichte findet.

Damit ihr dabei auch den Überblick behaltet, findet ihr ab sofort im Side-Menü einen Link zu The Noms, der Restaurants und Cafés inklusive Adresse und einem Shortcut zum jeweiligen Blogpost auflistet. Die Liste wächst stetig weiter und natürlich kommt nach und nach ein eigener Post zu den jeweiligen Lokalitäten.

Falls ihr generelle Fragen zur glutenfreien Ernährung in Großbritannien habt, lasst mir gern einen Kommentar da oder schreibt mir eine Nachricht über das Kontaktformular.

In diesem Sinne: Seid gespannt und lasst’s euch schmecken!

ENGLISH

Imagine, you aren’t allowed to eat wheat. No pasta, no pizza, no bread, no cake – effectively nothing with flour. Hard one, huh? Gluten intolerant people and their friends might know, what I’m talking about. It sucks and it’s hard to find cafés and restaurants with a gluten free menue. Especially in Germany it’s almost impossible for a gluten intolerant person to eat outside the own kitchen. And for me as a gluten intolerant pescetarian it’s even harder to find an (amazing) meal. And yes, it is exactly that frustrating as it sounds. For all involved.

Easier than expected – thanks UK!

During our road trip preperations, I really was afraid what’s like to eat in the UK as a gluten intolerat. But when I arrived, I was amazed. The range of gluten free food is amazing and even in small towns or villages I never had problems finding a gluten free menue.

I tell you where to eat

And that’s the reason why I’m gonna to start the category „The Noms“ – I wanna show you great and maybe unexpected places, where you are going to find amazing gluten free food.

To keep track of all this places, I created an extra link in the side menu, where you find a list with the cafés and restaurants, their addresses and a shortcut to the current blog post. The list will grow and withing the next weeks you’ll find separate posts to every place.

If you have any questions about eating gluten free in the UK, feel free to drop a comment or a message via the contact form.

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Dating & Zweifel | Dating & The Monster Within

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Auch wenn ich mir es wünschte, geht Reisen letztendlich nicht ohne eines: Männer. Man ist ja auch neugierig, was der hiesige Kulturkreis zu bieten hat und geht auf die Pirsch. Nur um zu gucken. Bloß nicht anfassen. Weil eigentlich hat man dafür überhaupt keine Zeit, keinen Kopf und generell sind alle romantischen Dinge völlig unnötig. Ihr kennt das ja.

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Was macht man also, wenn man nur Gucken will? Richtig: Tinder installieren. Nur gucken. Und links swipen. Und mal kurz rechts. Hier. Und da vielleicht. Und der da sieht ja auch richtig nett aus. Oh ein Musiker. Und so führte ein kurzes Tindern in London zu meinem allerersten Tinder-Date. Und das war auch noch nett, zog ein zweites Date nach sich, aber verlief sich dann auch im Sande. Was auch vollkommen okay ist. Ich will ja schließlich nicht gleich in den ersten Wochen mein Herz an irgendeinen Dude verlieren. Pft.

G.

Aber selbst mit der kühnsten Einstellung gibt es immer jemanden, der einem aus dem Konzept wirft. In meinem Falle trägt OkCupid daran Schuld (vielleicht sollte ich einen Post über Dating-Apps schreiben?). Auch hier wollte ich nur gucken, ein bisschen mit Locals plaudern und das war’s.

Aber dann tauchte G. auf. Und das auf eine Art und Weise, über die niemals jemand eine Liebesgeschichte schreiben würde. Aber mit sowas kriegt man mich. Direkt, grenzwertig, etwas abseits des guten Geschmacks. Ich antwortete. Und wir unterhielten uns. Erst bei OkCupid, dann bei WhatsApp. Was ihn schockte, da er nicht dachte, dass ich meine Nummer raus geben würde. Ja, sorry, ich bin kein verhuschtes Püppchen. Ich bin unerwartet, spannend, ebenbürtig. Und das überrascht.

Schweigen

Wir schrieben weiter. Die Einzelheiten erspare ich euch. Es war nett. Mehr als nett. Aufregend. Jenseits des Normalen. Mein Ding. Ich fing an ihn zu mögen. Er hat mich verstanden. Wir verabredeten uns. Ich würde ihn besuchen. Danach schwieg er. Und schwieg. Und schwieg. Und ich begann zu zweifeln. Wie es Frauen nun einmal tun. Weil es in unserer Sozialisierung liegt, den Fehler bei uns zu suchen. Als dicke Frau ist es noch schlimmer. Schließlich weicht man unendlich weit von dem proklamierten Schönheitsideal ab, dass man ja froh sein kann, wenn einen jemand auch nur mit dem Arsch anguckt. Was hatte ich falsch gemacht? Ein Foto zu viel? Die Aussicht auf den Besuch zu gruselig? Oder hat er doch festgestellt, dass er den dicken Arsch nicht handhaben kann?

Lernen

Wir treffen andere Menschen, weil sie uns etwas über uns selbst beibringen. Dass dieser Allgemeinplatz stimmt, habe ich mit G. einmal mehr gelernt. Ich fragte ihn, was zu seinem Schweigen führte. Und erntete erneute Stille. Erst Tage später erhielt ich seine Antwort. Es lag nicht an mir. Ich habe nichts falsch gemacht. Ich bin nicht zu viel. Weder charakterlich noch körperlich. Ich bin perfekt. Es waren äußere Umstände, die ihn abgehalten hatten. Vollkommen verständliche Umstände. Es ist geklärt. Die Stille getilgt. Er ist wieder da. Ob er bleibt, weiß ich nicht. Ob wir uns sehen, weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass ich vertrauen sollte. Nicht nun mir selbst. Vor allem auch anderen. Endlich mal vertrauen. Es bleibt nur eine Frage: Wie, verdammt, geht das?

ENGLISH

Even if I wished for, traveling always comes along with one thing: men. At least one is curious what the new country has to offer and so hunting season is open. But I just wanna have a look. I won’t touch anything. At least I have no time for these things and romantic stuff is unneccessary in general. You know what I mean.

Tinderella

So what to do when you just want to take a look? Right: Tinder. Just getting an eyeful. And swipe left. Maybe right here. And here. And maybe there. And he’s also looking kinda nice. Right. Oh a musician. And that’s how using Tinder in London led to my very first Tinder date. And it was nice, entailed another date but was fizzling out in the end. What is in fact pretty okay cause I don’t wanna lose my heart tot he next best dude. Pft.

G.

But even the bravest mindset is made for someone who just knocks down everything. In my case OkCupid ist he one to blame (maybe I shoul write a post about dating apps?). I also just wanted to talk to locals here, and have just a curious look at all the guys near me.

But than G. appeared. In a way, that will never ever lead to a romantic love story. But exactly this gets me. Direct, near the nuckle, miles away from every nice conversation starter. I replied. We talked. First on OkCupid, later on WhatsApp, what shocked him a bit, cause he never thought that I’d give him my number. But I’m not a shy puppy. I’m unexpected, exciting, equal. And that surprises.

Silence

We continued writing. I’ll spare you the details. It was nice. More than nice. Thrilling. Beyond normal. I liked it. And I started liking him as well, cause he got what I wanted. We arranged a meeting. I was about to visit him. Than he was silent. Silent. Silent. And the monster within awoke: self-doubts. Cause women tend to get self-doubts. It lies on our socialisation. And as a fat woman it‘s even worse, as you are miles away from the proclaimed beauty standards, so you can be happy if a guy ever looks at you. So what have I done wrong? A picture too much? Was the prospect of my visit too scary? Or did he just realize, that he can’t or won’t handle a big ass?

Learning

We’re meeting people so they can teach us something about us. With G. I realized this motherhood statement’s truth once more. I asked him, why he remained silent. Only a few days later I got the answer. It had nothing to do with me. I wasn’t too much. Neither my personality nor my body. I’m perfect. And at least external circumstances kept him away from writing. Completely understandable circumstances. But now everything’s clarified. He’s back. I don’t know if he stays and I don’t know if we’ll meet. I just know, that I should trust. Not just myself, especially other people. But there’s just one more question: How, bloody hell, how?

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Saffron Walden – ein Paradies in Essex | A Paradise In Essex

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Nach unserer aufregenden und vollgepackten London-Woche ging es etwas weiter nach Norden, um Marie in ihrer Scheune in Saffron Walden zu besuchen. Und Leute, lasst euch gesagt sein, es ist die schönste Scheune, die ihr je gesehen habt und Marie ist die wohl tollste Gastgeberin, die es gibt. Vielen, vielen Dank, dass wir bei dir wohnen und uns wie in einem Jane-Austen-Film fühlen durften.

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Die Tage in Saffron Walden waren faul und entspannt, wir schliefen lang, hatten großartige, von Marie gekochte Abendessen und schlenderten durch die Stadt. Auf einem der Spaziergänge trafen wir die bezaubernden Damen der Stadt-Information, die uns sofort alles über Saffron Walden erzählten und dafür sorgten, dass wir einen großartigen Eistee bei einer zuckersüßen pop-up-Tee-Party trinken konnten.

Irre, der Garten (badum tss)

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Meine absoluten Highlights in Saffron waren die Labyrinthe. Als uns Marie den Bridge End Garden zeigte (den auch ihr unbedingt anschauen müsst, solltet ihr es nach Saffron schaffen), führte sie uns zu einem Hecken-Labyrinth und wir verirrten uns auch sofort da drin. Für mich war es eine großartige Erfahrung, wollte ich doch schon immer (Immer meint, seit ich das erste Mal Tomb Raider II gespielt habe) mal einen Irrgarten bewältigen.

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Falls ihr es gruselig findet, euch zwischen Hecken zu verirren, oder Angst habt, einen Portschlüssel zu finden, der euch direkt zu Voldemort führt, empfehle ich das Saffron Walden Turf Maze. Dieser Irrgarten ist eigentlich ein Labyrinth – das heißt, ihr könnt euch da nicht verirren, da der Anfang direkt zur Mitte des Labyrinthes führt, zudem ist der Pfad in den rasen geschnitten, sodass ihr stets den Überblick über den Weg habt. Und ich kann euch sagen, es ist sehr meditativ, das 1,5 Kilometer lange Labyrinth zu laufen.

Cambridge

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Okay, wir waren nicht komplett faul, denn wir haben einen Tagesausflug nach Cambridge unternommen. Marie hat uns alles über die Stadt und ihre verschiedenen Colleges erzählt und so hatten wir einen wundervollen Tag voll mit Architektur und dem Wunsch, noch einmal in Cambridge zu studieren. Ich meine: Es muss unheimlich toll sein, da zu lernen, wo Touristen hinkommen, um Dinge anzustarren.

Leider waren die Tage in Saffron Walden viel zu schnell vorbei und so stand ein erneuter Abschied an. Um ehrlich zu sein, wollten wir beide gar nicht gehen und wenn wir schon gehen müssen, hätten wir Marie gern eingepackt und einfach mitgenommen. An dieser Stelle: Habe noch einmal vielen, vielen Dank, dass du uns Saffron Walden gezeigt hast und du hast recht, kein Post und kein Bild kann die Schönheit der Stadt auch nur ansatzweise erfassen. Es war großartig und wunderbar. Und genauso großartig war es, dich kennen zu lernen, Marie.

ENGLISH

After our exciting and busy week in London, we moved a bit more north to visit Marie in her barn in Saffron Walden. And guys, let me tell you, it’s probably the most beautiful barn you’ve ever seen. And Marie is the most wonderful you can be with. Thank you so much for having us and made us feel like living in a Jane Austen movie.

The days in Saffron were ment to be relaxing and so we slept long, had awesome home made dinners, took strolls through the beautiful town and met the lovely ladies from the town information center who told us everything about Saffron Walden and led us to a cute little pop-up tea party where we had cookies and ice tea.

And that’s probably Saffron Waldens secret: The town is small and looks sleepy but in fact it lives and is filled with cute tiny shops and nice, friendly and lovely people.

A-Maze-ing

But my absolute favorites were the Saffron Walden mazes. Marie took us to a maze located near the Bridge End Garden (a place you really have to see when you’re in town) and we directly went lost in there. It was a great experience as I ever (ever means since I played Tomb Raider II the first time) wanted to visit a real maze.

If you’re scared of being lost or finding some port keys which lead you to Voldemort, I recommend the Saffron Walden Turf Maze. It’s more a labyrinth than a maze what means you can’t get lost in there. The start leads you directly to the center and it’s very meditative to walk the 1,5 kilometer path cut in the grass.

As you read, I’m totally in love with mazes and I hope we’ll find some more on our trip.

Cambridge

Okay, we haven’t been that lazy in our Saffron Walden days and so we went to see Cambridge. Marie has shown and told us everything one have to know about Cambridge and it’s colleges and so we spent a lovely day with awesome architecture and the wish to study in Cambridge. I mean, how awesome must it be to live on a place where tourists come to stare at?

Unfortunately the days in Saffron passed very quick and so we had to say good-bye. To be hones, both of us didn’t want to leave and we sadly had no chance to take Marie with us. So again: Thanks a lot to show us the beauty of Saffron Walden which no post and no picture can capture. It was awesome, stunning and a really pleasure to meet you, Marie.

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Von Bielefeld nach Brügge | Bielefeld to Bruges

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Nein, ich habe eigentlich nicht so richtig dran geglaubt, dass der Tag kommt, an dem wir mit gepacktem Auto losfahren – in ein nur halb bis gar nicht durchgeplantes Abenteuer. Aber dann war es so weit. Ganz plötzlich mussten alle Sachen verstaut werden, sodass wir am Tag vor der großen Abreise bis um 3 vor unseren Kisten saßen und panisch alles einsortierten. Am nächsten Morgen waren wir dementsprechend kaputt, mussten zudem noch alles ins Auto packen und weil es so schön ist, durfte ich wegen Schmerzen noch einmal zum Zahnarzt (und da es nicht wirklich besser wird, muss ich hier sicher auch irgendwann noch mal einen Dentist aufsuchen – stay tuned).

Doch irgendwann gegen Mittag waren wir fertig, hatten die Abschiedstränen getrocknet und dann hieß es „Tschüss Deutschland, bis … ähm … irgendwann!“

Brügge sehen und ….

Das erste Ziel auf unserer Reise: Brügge. Warum Brügge? Nun einerseits wollte ich seit eines bestimmten Filmes ganz unbedingt einmal dahin und andererseits hat uns Google Maps angelogen. Bei der Recherche der Reisedauer von Bielefeld zur Fähre nach Calais spuckte uns Datenkrakes Kartendienst fälschlicherweise die Stadt Clais aus (entweder ist Google doof oder wir haben beide unabhängig voneinander den gleichen Typo vollbracht). Bis dort hin brauchten wir etwa 8 Stunden – etwas heftig, wenn wir dann noch Fährzeit nach Dover und die Fahrt nach London einberechnen.

Ich nutzte also die Gunst der Stunde und brüllte „Brügge!“ in die Reiseplanung, wir buchten einen Campingplatz für den Zwischenstopp und stellten danach fest, dass wir die falsche Fähr-Stadt gesucht haben und bis Calais nur 4 Stunden entfernt gewesen wäre. Ups.

Aber egal, Brügge! Ich war unglaublich aufgeregt und leider auch ein wenig traurig, dass wir dank des Staus erst um 20 Uhr das Stadtzentrum von Brügge erreichten und auch nur 3 Stunden Erkundungszeit hatten, da der Campingplatz uns sonst nicht mehr reingelassen hätte. Aber besser als nichts!

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Wobei, staunen trifft es nicht wirklich – ich war vielmehr überwältigt. Brügge ist einfach nur unfassbar schön. Die historischen Gebäude sind beinahe monumental und da die Stadt nie zerstört wurde, säumen sie noch immer in voller Pracht die Straßen.

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Auf dem Grote Markt könnt ihr euch von Fritten bis Muscheln an allen kulinarischen Köstlichkeiten gütlich tun und habt dabei einen absolut perfekten Blick auf den Belfried – den gigantischen Glocketurm.

Überall durch die Stadt findet ihr Kanäle, kleine Häuschen und bezaubernde Geschäfte. Ein absoluter Traum und selbst bei Regen und Dunkelheit habe ich mich in Brügge absolut heimisch gefühlt, während Katrin der Charme des deutlich zu spürenden Mittelalters kalte Schauer über den Rücken jagte. Es ist verrückt, wie unterschiedlich man ein und dieselbe Stadt wahrnehmen kann.

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Leider kann ich euch gar nicht viel mehr über Brügge erzählen – da 3 Stunden bei weitem nicht ausreichen, die Stadt auch nur ansatzweise zu erfassen. Ich hätte zu gern gesehen, was sich hinter den Kirchen verbirgt, welche Museen die Stadt zu bieten hat, hätte gern am Kanal ein Eis gegessen und wäre auf den Belfried geklettert  (SPOILER: in der Hoffnung, dass mich da niemand erschießt). Irgendwann werden wir nicht nur auf Durchreise sein und ich kann völlig euphorisch durch die Stadt springen. Vielleicht sogar ohne Regen.

ENGLISH

I really coud never believe that the day, on which we start our trip, will ever come. But suddenly it was there when I saw myself at 3 am tired from packing things in boxes sitting  on the floor. On the next morning we were tired, had to squeeze everything in the car, and since that’s so nice, I had to go to see the dentist cause my toothache just wouldn’t stop. 

But, eventually, around lunch time, when all farewell tears were dried we said „Good bye Germany, till … well … sometime!“

In Bruges…

The first stop on our trip: Bruges. Why Bruges? Well on one side I wanted to go there since I saw THAT movie, on the other side Google Maps just lied to us. When we looked up the way from Bielefeld to the ferry in Calais it mistakenly give us the way and time to Clais, which is about 8h. So we ended up deciding to have a stop on a Camping side in Bruges first, booked everything before we saw that Calais is just a 4h trip. Oops.

I was super excited for Burges but also a bit sad when the traffic jam took us more time than planned, so we arrived on the camping side at 8pm which gave us only 3h of time to explore the city before the camping side shut its doors. 

…oh beautiful Bruges

When I was standing in the city centre I was completely stunned. Bruges is just breathtakingly beautiful. Epic and historical buildings on every street, as the city has never been bombed or destroyed. 

On Grote Market you could feast through musseles and chips with the perfect view on the Belfried – a gigantic belfry. 

There were canals, small houses and lovely shops everywhere. Like a dream and even in the rain and at night I felt so at home there, while Katrin was a little scared by the medieval charm of this city. Crazy how different the view of one and the same city can be.

Unfortunately I can’t tell you more, as 3 hours clearly weren’t enough to get a good view on everything. I would have been so pleases to have a look behind and into the churches, to explore museums and eat ice cream at the canal. Someday I will come back not only a way trough. And maybe when the sun shines on this historic setting.

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Abschied | Farewell

 

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Tschüss sagen ist nicht so meine Stärke. Ich halte es eher mit „Bis später“. Ein „Bis später“ trifft es aber irgendwie nicht so ganz, wenn man für eine unbestimmte Zeit ins Ausland geht. Und wenn wir ehrlich sind, ist dann ein Tschüss auch irgendwie unangebracht.

Mit anderen Worten: Das Verabschieden war schwieriger, als ich angenommen habe. Alles war gut, bis zu dem Tag, an dem ich Ute das letzte Mal traf. Wir hatten einen perfekten letzten Tag mit Essen und Magic Mike XXL. Doch als ich sie abends zum Zug brachte und wir uns am Bahnsteig verabschiedeten sickerte es durch: Ich fahre weg. Nicht nur 2 Stunden mit dem Zug, sondern weg im Sinne von weg. Weg. Und ich habe keine Ahnung, wann ich die Menschen, die ich liebe, wiedersehen werden. Klar, man ist durch das Internet immer verbunden, aber dennoch ist man erst einmal weg. Nicht mehr live dabei, wenn im Leben von Freunden und Familie etwas bahnbrechendes passiert.

So fand ich mich also im nächtlichen Dresden wieder, wartete auf meinen Bus gen Heimat und weinte. In der Öffentlichkeit. Und dass, obwohl ich eigentlich kein überemotionaler Mensch bin. Aber all der Stress der letzten Zeit kanalisierte sich in diesem Moment in den Abschiedsschmerz und ich weinte einfach. Aber ich kann euch sagen: Das Weinen in der Öffentlichkeit ist nicht schlimm. Erst die überforderten Blicke der anderen machen es dazu. Menschen eben.

Der nächste Abschiedshammer kam, als ich meine Familie verabschiedete. Zwar wohne ich seit ich 17 bin nicht mehr Zuhause und doch hat es mich wahnsinnig traurig gemacht, zu gehen. Nicht zu wissen, wann man sie wiedersieht. Und dabei den kleinen, leisen Gedanken im Hinterkopf zu haben, dass man sie aus rein egoistischen Gründen traurig macht. Immerhin werde ich viele neue Dinge erleben und (hoffentlich) viel Spaß haben, während die anderen Zuhause sitzen. Unfair? Vielleicht ein bisschen. Aber manche Dinge müssen eben sein. Und so müssen eben manchmal viele Tränen fließen.

Außerdem bin ich ja nicht aus der Welt – daher: Bis später!

ENGLISH

Saying good bye has never been my strong point. I rather go with „See ya“. But „See ya“ is quite inappropriate when you go abroad for an indefinite period. And to be honest – „Good bye“ seems also a bit missplaced.

In other words: My private farewells were more difficult than I’ve expected. In fact everything was fine till the day I met Ute the last time. We had a perfect day with great food and Magic Mike XXL. But than I brought her to the train station and in that very moment I understood what is going on here. I’m leaving. And I’m not leaving by train to go to the next big city. I’m leaving. And I have no clue when I will see my loved ones again. Yeah, in these times internet connects us all but nevertheless I will be abroad for a while and probably miss many things which are going on in their lives.

After saying farewell to her I found myself in the middle of Dresden, waiting for my bus back home and crying. In public. Despite the fact that I’m not one of the most emotional persons of all time. But all the supressed stress of the last months just broke out in form of tears. And I have to say: Crying in public itself is not so bad. The people who can’t cope with emotions are making it bad. Unfortunately.

The next terrible farewell came when I said goodbye to my family. To be clear I left my parents house with 17 but nontheless it made me unbelievably sad to leave and not to know when I’ll come back. Besides there also is the tiny, silly thought of sadden the loved ones for completely selfish reasons. So it’s me who will make new (hopefully fun) experiences while others remain at home. Unfair? Maybe a little bit. But some things have to happen. And so sometimes tears must be cried.

Furthermore I’m not on the other side of the word. Therefore: See ya!

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Erinnerung | Retrospection

Ich war sechzehn Jahre alt. Nichts schien mir logischer: Ich werde mit einem Bulli durch Großbritannien reisen. Irgendwann.

Erst Abi, dann Studium. Man muss ja was lernen. Vorbereitet sein für das Leben. Dieses unspezifische Leben, das irgendwann anfängt. Irgendwann.

Dieser Zustand zwischen Klausuren und Hausarbeiten, das ewig schlechte Gewissen. Die Angst, kurz auszusteigen. Man wird ja dann nichts mehr. In dieser Gesellschaft, auf diesem Arbeitsmarkt. Arbeite hart ist das Mantra. Irgendwann.

Führerschein machen. Viel zu spät. Mit 25. Die Magisterarbeit vor der Nase. Jetzt nen Bulli kaufen und los? Der einstige Wunsch, verschüttet unter Essays, Fachliteratur und dem Druck der anderen. Irgendwann.

Geisteswissenschaftler mit Abschluss. Sehr gut. Keine Job-Chancen. Weil Geisteswissenschaftler. Praktika. Vorbereitung auf den Job. Geld verdienen. Ein Teil der Gesellschaft sein. Sich etwas aufbauen. Das Leben aufbauen, auf den Trümmern vergessener Träume. Mal wieder frei sein. Irgendwann.

Versacken im Alltag. Nichts neues mehr. Das ist also dieses Leben. Grau. Und eines Nachts regt sich der Traum unter den Trümmern. Schlägt Wurzeln, bekommt Triebe. Es ist Zeit. Nicht aufbauen. Erleben. Jetzt. Nicht irgendwann.

ENGLISH

I was sixteen years old and thought nothing was more likely to happen: I’ll travel across the UK with a VW Bulli. Some day.

First A levels, later studies. One must learn. Being prepared for life. This nonspecific life, which will start later. Some day.

The state between exams and papers. And the ubiquitous bad conscience. Afraid to bail out. Cause you’ll never become someone. Or Something. In our societey. With our job market. Work hard is the mantra. Some day.

Getting the driver’s licence. With 25. Kinda late. With the masters thesis ahead. Buying a Bulli and start for an adventure? The former dream buried under essays, literature and a lot of pressure. Some day.

Arts scholar with a degree. Very good. No job chances for art scholars. Internships. Preparation for a job. Earning money. Being a good gear within the society. Build something up on the remains of a long forgotten dream. Being free again. Some day.

Stuck in daily routine. There’s nothing new. So this is life? Grey. And one night the almost forgotten dream stirs again. Grows roots and sprouts shoots. The time has come. Not building up. Just exploring. Now. Not some day.

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