Exciting London – Fandom Days | Aufregendes London

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Unser erster großer Stop ist London. So exciting! Übernachtet haben wir in einem Airbnb in Wood Green, von wo man ca. immer eine halbe Stunde mit der Tube nach überall hin braucht. Wir hatten schon jede Menge für die erste Woche geplant, aber leider fing die Woche nicht so großartig an, wie wir es gehofft hatten. Am ersten Abend, als wir nur schnell zum Picadilly und was esssen wollten, wurde mir mein Portemonnaie geklaut… oder ich habe es verloren. Wie ihr euch vorstellen könnt, war das nichts, was ich in der ersten Woche erleben wollte, oder überhaupt. Aber nach dem ersten Schock habe ich versucht, mich so gut es geht damit anzufreunden. Die Deutsche Botschaft war leider überhaupt nicht hilfreich, aber meine Familie zuhause hat ihr bestes getan, um das ganze so gut es geht ins Reine zu bringen, so dass ich zumindest einen neuen Führerschein bekomme. Aber ich hatte Glück im Unglück, denn mein Reisepass, das meiste Geld und meine Oystercard waren nicht im Portmonnaie.

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I’ll call thee Hamlet

Nachdem der Donnerstag dann erstmal nicht so sonnig war, wollte ich mir den Abend aber nicht vermiesen lassen, denn es war Hamlet-Zeit! Das große Ereignis auf das ich seit über einem Jahr gewartet habe. OMFG!

Tatsächlich war es gut, dass ich nicht mehr so verrückt nach Ben bin, wie vor einem Jahr, denn sonst hätte ich das nicht so schön genießen können, sondern wäre vielleicht hysterisch kichernd zusammengebrochen. Was soll ich sagen? Ihn spielen zu sehen war natürlich unglaublich toll. Das Bühnenbild, die Kostüme und die Effekte waren unglaublich gut, trotzdem sind fast drei Stunden Hamlet doch sehr anstrengend und dem Englisch zu folgen war auch nicht immer einfach.

Eigentlich wollten wir nicht zur Stage Door, aber gerade als wir auf dem Weg nach draußen waren, hörten wir Kreischen und aufgeregtes Schreien und die Stage Door lag direkt auf unserem Weg, also haben wir natürlich geguckt. Es war um einiges aufregender, als ich dachte, denn plötzlich stand ich in einer Masse von aufgeregten Menschen und Benedict Cumberbatch in Fleisch und Blut war nur noch ein paar Meter von mir entfernt.

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Sherlock & Big Ben

Am Donnerstag morgen habe wir uns dann mit Sonja und Johanna, mit denen wir bei Hamlet waren, im Speedy’s Café getroffen. Für alle nicht-Sherlock-Fans: Das ist der Drehort, an dem die BBC für ihren Sherlock die 221b Bakerstreet verortet. Unser Frühstück da konnte man allerdings nicht wirklich als Frühstück bezeichnen, da es in meinem Fall aus Pommes, Spiegelei, Frikadelle mit Pilzen und Zwiebeln und Bacon bestand. Dort haben wir natürlich ein paar Fotos gemacht und hinterher das schöne Wetter genutzt, um an der South Bank entlang zu spazieren, Big Ben und die Tower Bridge zu sehen und einfach typische Touri-Dinge zu machen.

Abends gab es Hard Shakes, Milkshakes mit Alkohol (Kann es noch besser werden?) und Knoblauchbutter-Pommes (Ja kann es!) und dann sind wir doch noch mal zur Stage Door des Barbican gegangen, aber hatten leider wieder kein Glück.
London hat uns am Wochenende mit mehr gutem Wetter überrascht, auch wenn es jetzt wieder genau das Regenwetter ist, das man sich vorstellen würde. Im nächsten Post gibt es dann einen Bilderspam von der Harry Potter Studio-Tour, denn das war unglaublich cool!

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Englisch

The first big stop is London. How exciting! We booked an Airbnb in Wood Green to stay for a week and already had lots of stuff planned for these seven days. But somehow the first week didn’t want to start of as amazing as we hoped and on our first night in London where we went for dinner, I lost my purse… or maybe someone stole it.  As you can imagine that’s really not what we wanted to happen in our first week, or at all. But after the first shock and a somehow really down day, where I went to the German Embassy to find out they aren’t helpful at all, I accepted the situation and tried my best to get everything sorted out, that I can sort out from here, to at least get a new driver’s license. Luckily my passport, most of my money and my Oystercard weren’t in my purse.

I’ll call thee Hamlet

After a little depressiv Thursday I really wanted to enjoy the evening, cause it was that moment I waited for over a year, it was Hamlet time! OMFG.
I was so happy I am not as into Ben anymore as I was some time before, that’s why I got excited but not overly hysterical. What can I say? It was quite amazing to see Benedict Cumberbatch live, but to be honest, about 3h of Shakespeare in original English can be pretty hard, especially when you are exhausted and tired. The stage, the costumes and the effects where stunning and I loved how they changed scenes. Just like the way they managed to change between what was going on Hamlet’s mind as well as on the outside, was so great
At first I didn’t really want to wait at the stage door, but just when we wanted to leave the Barbican we heard some cheering and screams just from the direction where we were about to head. And there he was, in flesh and blood, signing stuff. Of cause most of us weren’t able to really get close, but I could see him and that was a lot more exciting than I imagined it to be.

Sherlock & Big Ben

We met with Sonja and Johanna, with whom we went to Hamlet, on the next morning for a late breakfast at Speedy’s Cafe. For all of you non Sherlock fans, it is the place where in BBC Sherlock the 221b Baker Street is located. We took a lot of pictures, had something that can’t really be called breakfast and started the day really fandom appropriated. After that we took use of the sunny and lovely weather and walked around South Bank, took pictures with Big Ben and at the Tower Bridge. Just the typical tourist things.
In the evening we met for hard shakes, milkshakes with booze (can it get any better?), and garlic butter fries (so yes it can get better) and went to The Barbican stage door again. Unfortunately they finished a bit earlier and so we missed the right moment and had no, luck again.

London surprised us with amazing sunny weather over the weekend, but now it’s rainy and as you imagine it to be . There will be another post about our time in London within the next days, with loads of pictures from our time at the Harry Potter Studios Tour, which was so exciting!

Von Bielefeld nach Brügge | Bielefeld to Bruges

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Nein, ich habe eigentlich nicht so richtig dran geglaubt, dass der Tag kommt, an dem wir mit gepacktem Auto losfahren – in ein nur halb bis gar nicht durchgeplantes Abenteuer. Aber dann war es so weit. Ganz plötzlich mussten alle Sachen verstaut werden, sodass wir am Tag vor der großen Abreise bis um 3 vor unseren Kisten saßen und panisch alles einsortierten. Am nächsten Morgen waren wir dementsprechend kaputt, mussten zudem noch alles ins Auto packen und weil es so schön ist, durfte ich wegen Schmerzen noch einmal zum Zahnarzt (und da es nicht wirklich besser wird, muss ich hier sicher auch irgendwann noch mal einen Dentist aufsuchen – stay tuned).

Doch irgendwann gegen Mittag waren wir fertig, hatten die Abschiedstränen getrocknet und dann hieß es „Tschüss Deutschland, bis … ähm … irgendwann!“

Brügge sehen und ….

Das erste Ziel auf unserer Reise: Brügge. Warum Brügge? Nun einerseits wollte ich seit eines bestimmten Filmes ganz unbedingt einmal dahin und andererseits hat uns Google Maps angelogen. Bei der Recherche der Reisedauer von Bielefeld zur Fähre nach Calais spuckte uns Datenkrakes Kartendienst fälschlicherweise die Stadt Clais aus (entweder ist Google doof oder wir haben beide unabhängig voneinander den gleichen Typo vollbracht). Bis dort hin brauchten wir etwa 8 Stunden – etwas heftig, wenn wir dann noch Fährzeit nach Dover und die Fahrt nach London einberechnen.

Ich nutzte also die Gunst der Stunde und brüllte „Brügge!“ in die Reiseplanung, wir buchten einen Campingplatz für den Zwischenstopp und stellten danach fest, dass wir die falsche Fähr-Stadt gesucht haben und bis Calais nur 4 Stunden entfernt gewesen wäre. Ups.

Aber egal, Brügge! Ich war unglaublich aufgeregt und leider auch ein wenig traurig, dass wir dank des Staus erst um 20 Uhr das Stadtzentrum von Brügge erreichten und auch nur 3 Stunden Erkundungszeit hatten, da der Campingplatz uns sonst nicht mehr reingelassen hätte. Aber besser als nichts!

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Wobei, staunen trifft es nicht wirklich – ich war vielmehr überwältigt. Brügge ist einfach nur unfassbar schön. Die historischen Gebäude sind beinahe monumental und da die Stadt nie zerstört wurde, säumen sie noch immer in voller Pracht die Straßen.

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Auf dem Grote Markt könnt ihr euch von Fritten bis Muscheln an allen kulinarischen Köstlichkeiten gütlich tun und habt dabei einen absolut perfekten Blick auf den Belfried – den gigantischen Glocketurm.

Überall durch die Stadt findet ihr Kanäle, kleine Häuschen und bezaubernde Geschäfte. Ein absoluter Traum und selbst bei Regen und Dunkelheit habe ich mich in Brügge absolut heimisch gefühlt, während Katrin der Charme des deutlich zu spürenden Mittelalters kalte Schauer über den Rücken jagte. Es ist verrückt, wie unterschiedlich man ein und dieselbe Stadt wahrnehmen kann.

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Leider kann ich euch gar nicht viel mehr über Brügge erzählen – da 3 Stunden bei weitem nicht ausreichen, die Stadt auch nur ansatzweise zu erfassen. Ich hätte zu gern gesehen, was sich hinter den Kirchen verbirgt, welche Museen die Stadt zu bieten hat, hätte gern am Kanal ein Eis gegessen und wäre auf den Belfried geklettert  (SPOILER: in der Hoffnung, dass mich da niemand erschießt). Irgendwann werden wir nicht nur auf Durchreise sein und ich kann völlig euphorisch durch die Stadt springen. Vielleicht sogar ohne Regen.

ENGLISH

I really coud never believe that the day, on which we start our trip, will ever come. But suddenly it was there when I saw myself at 3 am tired from packing things in boxes sitting  on the floor. On the next morning we were tired, had to squeeze everything in the car, and since that’s so nice, I had to go to see the dentist cause my toothache just wouldn’t stop. 

But, eventually, around lunch time, when all farewell tears were dried we said „Good bye Germany, till … well … sometime!“

In Bruges…

The first stop on our trip: Bruges. Why Bruges? Well on one side I wanted to go there since I saw THAT movie, on the other side Google Maps just lied to us. When we looked up the way from Bielefeld to the ferry in Calais it mistakenly give us the way and time to Clais, which is about 8h. So we ended up deciding to have a stop on a Camping side in Bruges first, booked everything before we saw that Calais is just a 4h trip. Oops.

I was super excited for Burges but also a bit sad when the traffic jam took us more time than planned, so we arrived on the camping side at 8pm which gave us only 3h of time to explore the city before the camping side shut its doors. 

…oh beautiful Bruges

When I was standing in the city centre I was completely stunned. Bruges is just breathtakingly beautiful. Epic and historical buildings on every street, as the city has never been bombed or destroyed. 

On Grote Market you could feast through musseles and chips with the perfect view on the Belfried – a gigantic belfry. 

There were canals, small houses and lovely shops everywhere. Like a dream and even in the rain and at night I felt so at home there, while Katrin was a little scared by the medieval charm of this city. Crazy how different the view of one and the same city can be.

Unfortunately I can’t tell you more, as 3 hours clearly weren’t enough to get a good view on everything. I would have been so pleases to have a look behind and into the churches, to explore museums and eat ice cream at the canal. Someday I will come back not only a way trough. And maybe when the sun shines on this historic setting.

Abschied | Farewell

 

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Tschüss sagen ist nicht so meine Stärke. Ich halte es eher mit „Bis später“. Ein „Bis später“ trifft es aber irgendwie nicht so ganz, wenn man für eine unbestimmte Zeit ins Ausland geht. Und wenn wir ehrlich sind, ist dann ein Tschüss auch irgendwie unangebracht.

Mit anderen Worten: Das Verabschieden war schwieriger, als ich angenommen habe. Alles war gut, bis zu dem Tag, an dem ich Ute das letzte Mal traf. Wir hatten einen perfekten letzten Tag mit Essen und Magic Mike XXL. Doch als ich sie abends zum Zug brachte und wir uns am Bahnsteig verabschiedeten sickerte es durch: Ich fahre weg. Nicht nur 2 Stunden mit dem Zug, sondern weg im Sinne von weg. Weg. Und ich habe keine Ahnung, wann ich die Menschen, die ich liebe, wiedersehen werden. Klar, man ist durch das Internet immer verbunden, aber dennoch ist man erst einmal weg. Nicht mehr live dabei, wenn im Leben von Freunden und Familie etwas bahnbrechendes passiert.

So fand ich mich also im nächtlichen Dresden wieder, wartete auf meinen Bus gen Heimat und weinte. In der Öffentlichkeit. Und dass, obwohl ich eigentlich kein überemotionaler Mensch bin. Aber all der Stress der letzten Zeit kanalisierte sich in diesem Moment in den Abschiedsschmerz und ich weinte einfach. Aber ich kann euch sagen: Das Weinen in der Öffentlichkeit ist nicht schlimm. Erst die überforderten Blicke der anderen machen es dazu. Menschen eben.

Der nächste Abschiedshammer kam, als ich meine Familie verabschiedete. Zwar wohne ich seit ich 17 bin nicht mehr Zuhause und doch hat es mich wahnsinnig traurig gemacht, zu gehen. Nicht zu wissen, wann man sie wiedersieht. Und dabei den kleinen, leisen Gedanken im Hinterkopf zu haben, dass man sie aus rein egoistischen Gründen traurig macht. Immerhin werde ich viele neue Dinge erleben und (hoffentlich) viel Spaß haben, während die anderen Zuhause sitzen. Unfair? Vielleicht ein bisschen. Aber manche Dinge müssen eben sein. Und so müssen eben manchmal viele Tränen fließen.

Außerdem bin ich ja nicht aus der Welt – daher: Bis später!

ENGLISH

Saying good bye has never been my strong point. I rather go with „See ya“. But „See ya“ is quite inappropriate when you go abroad for an indefinite period. And to be honest – „Good bye“ seems also a bit missplaced.

In other words: My private farewells were more difficult than I’ve expected. In fact everything was fine till the day I met Ute the last time. We had a perfect day with great food and Magic Mike XXL. But than I brought her to the train station and in that very moment I understood what is going on here. I’m leaving. And I’m not leaving by train to go to the next big city. I’m leaving. And I have no clue when I will see my loved ones again. Yeah, in these times internet connects us all but nevertheless I will be abroad for a while and probably miss many things which are going on in their lives.

After saying farewell to her I found myself in the middle of Dresden, waiting for my bus back home and crying. In public. Despite the fact that I’m not one of the most emotional persons of all time. But all the supressed stress of the last months just broke out in form of tears. And I have to say: Crying in public itself is not so bad. The people who can’t cope with emotions are making it bad. Unfortunately.

The next terrible farewell came when I said goodbye to my family. To be clear I left my parents house with 17 but nontheless it made me unbelievably sad to leave and not to know when I’ll come back. Besides there also is the tiny, silly thought of sadden the loved ones for completely selfish reasons. So it’s me who will make new (hopefully fun) experiences while others remain at home. Unfair? Maybe a little bit. But some things have to happen. And so sometimes tears must be cried.

Furthermore I’m not on the other side of the word. Therefore: See ya!

Anticipation – A Playlist

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Dienstag gehts es los, das ist einfach quasi fast morgen! Kaum zu glauben, wie schnell die letzen Wochen rumgegangen sind. Meine Vorfreude ist riesig, auch wenn ich gleichzeitig immer trauriger werde. Der Gedanke daran, wen und was ich hier erstmal zurück lasse, ist mit jedem Tag beängstigender. Um mich ein bisschen davon abzulenken, habe ich euch eine Vorfreuden-Playlist auf Spotify gebastelt, denn was ist schon ein Road Trip ohne gute Musik?

12 Songs, die sich für mich nach Reisen, nach Vorfreude, nach los ziehen und frei sein anhören und anfühlen. Und hier geht es auch gleich zur Playlist.

Fokus | Focus

Focus

Das mit dem Fokussieren ist manchmal gar nicht so einfach. Monate lang denkt man immer nur daran, dass irgendwann im Sommer da mal irgendwas passiert. Dann ist plötzlich Juli und die To-Do Liste platzt aus allen Nähten und gerade, wenn man denkt, dass endlich alles im Flow ist, dass die schlimmsten bürokratischen Sachen über den Berg sind, tauchen neue Probleme auf. Dabei fokussiert zu bleiben und daran zu glauben, dass am Ende das Richtige raus kommt, ist wirklich schwierig.

Es gibt eben immer das Gute, das Schlechte und das ganz Schlimme. Als wir das Auto abgeholt und sicher von Hamm hier her gefahren haben, war ich hell auf begeistert. Mein eigenes Auto, es ist groß und fährt gut, und ich sitze so hoch, dass ich alles total toll überblicken kann. Und dann fährt man sicher und zufrieden damit hin und her und hin und her und hin und her und plötzlich blinkt da eine kleine gelbe Leuchte auf und wie auf einem Barometer schwingt mein Fokus hektisch aus und steht anstatt auf „Gut“ auf „Ganz Schlimm“.

Plötzlich wird alles wieder unscharf und schwebt in bunten Farben um einen rum, man weiß nicht wo man Anfangen soll und man gerät in eine Art Schockzustand und manchmal auch an den Punkt, wo man am liebsten nur den Kopf unter die Bettdecke stecken und alles an sich vorbei ziehen lassen möchte.

Tief durchatmen und nicht schreiend im Kreis rennen, ist schon mal der erste und wichtigste Schritt. Und dann? Akzeptieren, dass nicht immer alles tutti-frutti nach Plan läuft. Unsicherheit wird ein ganz großer Teil von den nächste Monaten sein, denn wir können nicht immer ganz genau planen was passieren wird.

Das mit der Kontrolleuchte war alles halb so schlimm, und dann hat das Auto mich sicher von Bielefeld, nach Hamburg, nach Dresden und zurück nach Bielefeld gebracht. Wird schon irgendwie, dachte ich mir, stieg gestern in unser Auto um Altkleidersäcke wegzubringen und dann? Dann springt es nicht an.

Nachdem ich von meinen Eltern abgeholt wurde, habe ich erstmal eine Stunde lang wie ein Schlosshund vor mich hin geheult und sehr dramatische Sprachnachrichten an Elsa geschickt. Es ist eben nicht immer alles gut und es läuft nicht immer alles nach Plan. Aber schlussendlich sollte das Auto  ja eh zum Durchchecken noch mal in die Werkstadt.

Was ist also die Quintessenz? Sich auf die guten Dinge und auf das Gefühl, dass am Ende das richtige dabei raus kommt, zu fokussieren ist wichtig, ist essenziell. Trotzdem muss ich lernen offen zu sein, offen für Eventualitäten und Planänderungen, für Hindernisse und Steine, für Hürden und Challenges, ohne dabei den Fokus zu verlieren.

ENGLISH

Focusing sometimes really isn’t easy. For months it was just that thought that somewhen in summer something is going to happen. And suddenly it’s July and the to-do list is bursting at the seams, jut when you think, everything is in flow and the worst of the bureaucratic is done, new problems arise. Staying focussed and believe that everything will turn our right in the end can be kinda hard then.

There is always the good, the bad and the ugly. When we picked up our car and I drove it safely from Hamm to Bielefeld, I was complete enthusiastic about how perfect that car is for us. Its roomy and nice and feels safe. And so I was super satisfied for a few days, took the car even for small things and everything was fine till suddenly this small little yellow warning light light up and my focus barometer dropped from good to ugly within micro seconds.

Suddenly everything is blurry and in a colorful rush, you don’t longer know where to start or what to do and you drift into this state of shock where you just want to burry your head in your bedding.

Taking a deep breath and not running around screaming is the first thing to do, but then? Accept that not everything is easy peasy and according to plan all the time. Uncertainity is something that will be a great part of our journey and the next month, because we won’t be able to plan every little detail.

The thing with the warning light turned out to not be something bad and the car drove me super safe till Hamburg, then to Dresden and back to Bielefeld. Yesterday me and mum took my car to drive some old-clothes bags to the collectiong point and right there on the parking place my car didn’t want to start anymore.

My parents picked me up with the other car and I cried like 5 year old toddler for an hour and send really dramatic voice mails to Elsa. It’s not perfect all the time and things go wrong, but in the end we wanted to bring the car the to car service station for a final check up anyway.

So what’s the bottomline? Focus on the good things and on the feeling that everything will be fine and right in the end is important, is essential. But I do have to learn to be open for all the eventualities and changes of plans, challenges and obstacles without losing said focus.

 

 

Erinnerung | Retrospection

Ich war sechzehn Jahre alt. Nichts schien mir logischer: Ich werde mit einem Bulli durch Großbritannien reisen. Irgendwann.

Erst Abi, dann Studium. Man muss ja was lernen. Vorbereitet sein für das Leben. Dieses unspezifische Leben, das irgendwann anfängt. Irgendwann.

Dieser Zustand zwischen Klausuren und Hausarbeiten, das ewig schlechte Gewissen. Die Angst, kurz auszusteigen. Man wird ja dann nichts mehr. In dieser Gesellschaft, auf diesem Arbeitsmarkt. Arbeite hart ist das Mantra. Irgendwann.

Führerschein machen. Viel zu spät. Mit 25. Die Magisterarbeit vor der Nase. Jetzt nen Bulli kaufen und los? Der einstige Wunsch, verschüttet unter Essays, Fachliteratur und dem Druck der anderen. Irgendwann.

Geisteswissenschaftler mit Abschluss. Sehr gut. Keine Job-Chancen. Weil Geisteswissenschaftler. Praktika. Vorbereitung auf den Job. Geld verdienen. Ein Teil der Gesellschaft sein. Sich etwas aufbauen. Das Leben aufbauen, auf den Trümmern vergessener Träume. Mal wieder frei sein. Irgendwann.

Versacken im Alltag. Nichts neues mehr. Das ist also dieses Leben. Grau. Und eines Nachts regt sich der Traum unter den Trümmern. Schlägt Wurzeln, bekommt Triebe. Es ist Zeit. Nicht aufbauen. Erleben. Jetzt. Nicht irgendwann.

ENGLISH

I was sixteen years old and thought nothing was more likely to happen: I’ll travel across the UK with a VW Bulli. Some day.

First A levels, later studies. One must learn. Being prepared for life. This nonspecific life, which will start later. Some day.

The state between exams and papers. And the ubiquitous bad conscience. Afraid to bail out. Cause you’ll never become someone. Or Something. In our societey. With our job market. Work hard is the mantra. Some day.

Getting the driver’s licence. With 25. Kinda late. With the masters thesis ahead. Buying a Bulli and start for an adventure? The former dream buried under essays, literature and a lot of pressure. Some day.

Arts scholar with a degree. Very good. No job chances for art scholars. Internships. Preparation for a job. Earning money. Being a good gear within the society. Build something up on the remains of a long forgotten dream. Being free again. Some day.

Stuck in daily routine. There’s nothing new. So this is life? Grey. And one night the almost forgotten dream stirs again. Grows roots and sprouts shoots. The time has come. Not building up. Just exploring. Now. Not some day.

Desicion making

Ich treffe Entscheidungen meistens aus dem Bauch heraus.

„Wenn du echt nach England ziehst, kann ich dann mit?“
„Klar!“

Mein Bauch, den ich übrigens von Innen als auch von Außen sehr lieb gewonnen habe, gibt dann entweder ein nettes Kribbeln oder ein ungutes Uuuarghs-Gefühl von sich und ich entscheide Dinge innerhalb von Sekunden.

„Was wäre wenn wir anstatt nach London zu fahren, einen Road Trip machen?„Hmm… ja?“
„Ja!“
„Okay!“

In letzter Zeit scheint alles nur noch aus Entscheidungen zu bestehen. Egal, ob ich abends durch das Bücherregal gehe und mich frage, ob ich diesen Kitschroman mit dem hübschen roten Einband und der Goldprägung wirklich in die Momox-Kisten packen sollte, oder vielleicht doch noch behalte? Bis eben hin zu der Frage: Möchte ich mein ganzes Leben auf den Kopf stellen und einfach mal so kündigen?

Komischerweise fallen mir die großen Entscheidungen oft einfacher. Denn ja, ich will nach London und verdammt ein Road Trip vorher klingt super. Aber das Buch…? Vielleicht liegt es daran, dass die Entscheidung zu treffen, seinen Job zu kündigen und nach London oder nach England zu gehen so abstrakt ist, dass erstmal in der direkten Zukunft oder im Jetzt, nichts passiert. Die Entscheidung steht, mehr aber nicht, alles weitere ist Zukunft, die mich später irgendwann einholen wird. Beim Aussortieren des Kleiderschrankes, des Bücherregals oder der Schminkschublade ist das was ganz anderes. Denn jedes Teil, gegen das ich mich entscheide, ist weg – und zwar sofort.

Direkte Konsequenzen beeinflussen meine Entscheidungsfähigkeit maßgeblich, trotzdem glaube ich, das, wie alles andere im Leben auch, Entscheiden reine Übungssache ist. Erstmal im Flow fliegen die Bücher nur so in die Verkauf-den-Scheiss-Kiste und erstmal die Entscheidung getroffen „Alles muss raus!“, macht auch die vielen kleinen Momente, in denen man das Teil in der Hand ihn und her dreht, viel einfacher.

ENGLISCH

Most of the time decision making is based on my gut instinct.

„If you really leave Germany to move to UK, can I come with you?“
„Sure!“

My gut and belly,  which I by the way learned to love from the inside and the outside, makes a lovely flutter or gives me a terrifying uaargh-feel and within seconds when I decide the things I have to decide.

„What if we do a road trip instead of just moving to London?
„Hmm.. .yes??“
„Yes!“
„Alrigh!“

Lately my life seems to be made out of making decisions. It doesn’t matter wether its a simple one like going through my bookshelf, picking up books and deciding if I really want to throw away that lovely history romance novel with the sweet golden imprint? Or something a lot bigger like: Do I want to change up everything in my life and quit my job?

Funnily enough the big decisions sometimes are a lot more easy. Cause yes thanks, I am really sure I want to move to England yes damn a road trip sounds fantastic but the book…? Maybe it really depends on the fact that most of the big decisions like putting a job and leaving your hometown almost always feel pretty far away and don’t influence me right in that second I make them. It is just a deciding that is made and everything regarding to it will come up in the close or more far away future. But the book or the dress or that one lipstick I really like but never really use – that is something that leaves the house immediately as soon asI decide to throw it in the trash or sell it.

Immediate consequenses influence my decision making strongly, still I think being able to make desicions straight forward and quick is something, as almost everything, that can be learned. Once I am in the flow every moves into the „Sell this Shit!“ box quite quickly.

Wacholderschnaps und Äpfel?

Es geht hier um das Leben. Das Leben in all seinen Facette. Um genau das Leben, das jenseits der Couch stattfindet. Um Abenteuer, gesprengte Grenzen, um das Loslassen und einfach mal Machen. Um das Suchen und vielleicht auch das Finden.

Gin & Apples – das sind Katrin und Elsa. Wir stecken irgendwo in unseren Zwanzigern und in einem Leben zwischen Bett und Büroalltag fest. Soll das alles sein? Bis zur Rente? Erst Studium, dann Job? In der immer gleichen Stadt, im immer gleichen Land, ein großer Urlaub im Jahr, um gut erholt einmal mehr in das Grau des Alltags einzutauchen?

Es hat uns große Überwindung gekostet, viele Kämpfe mit Comfort Zone und gelerntem Sicherheitsdenken, bis wir den Entschluss gefasst haben, all das hinter uns zu lassen, das sich seit langer Zeit viel zu falsch anfühlt, obwohl es doch eigentlich richtig sein sollte. Aber letztendlich ist es nicht das Leben, das wir führen wollen. Wir wollen nicht in einem nine-to-five-Job feststecken, der uns ein gutes Leben am Rande der Unzufriedenheit ermöglicht. Das Leben ist zu kurz, um zu funktionieren. Die Welt ist zu groß, um zu rasten.

Genau das ist der Grund, aus dem wir Deutschland verlassen und unser Abenteuer in Großbritannien beginnen. Wir nehmen euch mit auf die Reise. Lassen euch an dem teilhaben, was uns im Vereinten Königreich erwartet – an all den schönen Ereignissen, den Fragen des Lebens, an unserem Schwanken zwischen Euphorie und Panik. Und sind wir ehrlich, wir haben eine scheiß Angst. Veränderung bringt immer Furcht – vor dem Scheitern sowie vor dem Stillen der Sehnsucht.

Alles beginnt mit einem Road Trip. Von Deutschland nach London. Von London überall hin. Wir wollen Dartmoor sehen. Glasgow und Loch Ness. Wir wollen Schafe in Wales zählen und mit dem Flüstern der Wellen an den Küsten eins werden. Wir wollen Gin trinken, neue Menschen treffen. Unvoreingenommen, ehrlich und offen. Generelle Offenheit. Für alles. Für uns, für andere, für neue Situationen. Das Leben umarmen. Uns selbst finden.

Was danach kommt? Keine Ahnung. Aber wir werden es euch erzählen.

ENGLISH

Gin & Apples is about life. Life in all its facets. The very life that starts beyond the couch. About adventures, pushed boundaries, about letting things go and doing what you always wanted to do. It’s about searching and maybe finding.

Gin & Apples – that’s Katrin and Elsa. We’re stuck somewhere in our twenties and in a life between our beds and the daily office routine. And that’s it? That’s life? Till retirement? First university, then a job? Always in the same city, always in the same country? One huge vacation a year to recover and being prepared to drown once more in the grey of every day’s life?

We fought dirty battles with comfort zone and safety culture till we took the final decision to leave the things behind that felt wrong for so many times even though it should be right. But in the end it’s not the life we want to live. We don’t want to feel trapped in a nine to five job that makes a good living but leads us to the edge of unhappiness. Life’s too short just to operate. The world’s too big for closing your eyes from the land behind the horizon.

All these are the reason why we leave Germany for a big adventure in the United Kingdom. We invite you to come with us. To share the things Great Britain is offering us – all the great experiences, the questions of life, the hovering between euphoria and panic. Cause let’s be serious, change always comes along with fear – fear of failing as well as fear for fulfilling every single dream.

Everything starts with a road trip. From Germany to London to everywhere. We want to visit Dartmoor. Glasgow and Loch Ness. We wanna count sheep in Wales and become one with the free whispering waves in South England. We wanna drink amounts of Gin, meet new people. Unbiassed, honest and open minded. Open minded in general. For everything. For us, for others, for new situations. Embracing life. Finding ourselves.

You wish to know what comes after our trip? We have no clue. But we’re definitely going to tell you.