Von Bielefeld nach Brügge | Bielefeld to Bruges

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Nein, ich habe eigentlich nicht so richtig dran geglaubt, dass der Tag kommt, an dem wir mit gepacktem Auto losfahren – in ein nur halb bis gar nicht durchgeplantes Abenteuer. Aber dann war es so weit. Ganz plötzlich mussten alle Sachen verstaut werden, sodass wir am Tag vor der großen Abreise bis um 3 vor unseren Kisten saßen und panisch alles einsortierten. Am nächsten Morgen waren wir dementsprechend kaputt, mussten zudem noch alles ins Auto packen und weil es so schön ist, durfte ich wegen Schmerzen noch einmal zum Zahnarzt (und da es nicht wirklich besser wird, muss ich hier sicher auch irgendwann noch mal einen Dentist aufsuchen – stay tuned).

Doch irgendwann gegen Mittag waren wir fertig, hatten die Abschiedstränen getrocknet und dann hieß es „Tschüss Deutschland, bis … ähm … irgendwann!“

Brügge sehen und ….

Das erste Ziel auf unserer Reise: Brügge. Warum Brügge? Nun einerseits wollte ich seit eines bestimmten Filmes ganz unbedingt einmal dahin und andererseits hat uns Google Maps angelogen. Bei der Recherche der Reisedauer von Bielefeld zur Fähre nach Calais spuckte uns Datenkrakes Kartendienst fälschlicherweise die Stadt Clais aus (entweder ist Google doof oder wir haben beide unabhängig voneinander den gleichen Typo vollbracht). Bis dort hin brauchten wir etwa 8 Stunden – etwas heftig, wenn wir dann noch Fährzeit nach Dover und die Fahrt nach London einberechnen.

Ich nutzte also die Gunst der Stunde und brüllte „Brügge!“ in die Reiseplanung, wir buchten einen Campingplatz für den Zwischenstopp und stellten danach fest, dass wir die falsche Fähr-Stadt gesucht haben und bis Calais nur 4 Stunden entfernt gewesen wäre. Ups.

Aber egal, Brügge! Ich war unglaublich aufgeregt und leider auch ein wenig traurig, dass wir dank des Staus erst um 20 Uhr das Stadtzentrum von Brügge erreichten und auch nur 3 Stunden Erkundungszeit hatten, da der Campingplatz uns sonst nicht mehr reingelassen hätte. Aber besser als nichts!

… staunen

Wobei, staunen trifft es nicht wirklich – ich war vielmehr überwältigt. Brügge ist einfach nur unfassbar schön. Die historischen Gebäude sind beinahe monumental und da die Stadt nie zerstört wurde, säumen sie noch immer in voller Pracht die Straßen.

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Auf dem Grote Markt könnt ihr euch von Fritten bis Muscheln an allen kulinarischen Köstlichkeiten gütlich tun und habt dabei einen absolut perfekten Blick auf den Belfried – den gigantischen Glocketurm.

Überall durch die Stadt findet ihr Kanäle, kleine Häuschen und bezaubernde Geschäfte. Ein absoluter Traum und selbst bei Regen und Dunkelheit habe ich mich in Brügge absolut heimisch gefühlt, während Katrin der Charme des deutlich zu spürenden Mittelalters kalte Schauer über den Rücken jagte. Es ist verrückt, wie unterschiedlich man ein und dieselbe Stadt wahrnehmen kann.

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Leider kann ich euch gar nicht viel mehr über Brügge erzählen – da 3 Stunden bei weitem nicht ausreichen, die Stadt auch nur ansatzweise zu erfassen. Ich hätte zu gern gesehen, was sich hinter den Kirchen verbirgt, welche Museen die Stadt zu bieten hat, hätte gern am Kanal ein Eis gegessen und wäre auf den Belfried geklettert  (SPOILER: in der Hoffnung, dass mich da niemand erschießt). Irgendwann werden wir nicht nur auf Durchreise sein und ich kann völlig euphorisch durch die Stadt springen. Vielleicht sogar ohne Regen.

ENGLISH

I really coud never believe that the day, on which we start our trip, will ever come. But suddenly it was there when I saw myself at 3 am tired from packing things in boxes sitting  on the floor. On the next morning we were tired, had to squeeze everything in the car, and since that’s so nice, I had to go to see the dentist cause my toothache just wouldn’t stop. 

But, eventually, around lunch time, when all farewell tears were dried we said „Good bye Germany, till … well … sometime!“

In Bruges…

The first stop on our trip: Bruges. Why Bruges? Well on one side I wanted to go there since I saw THAT movie, on the other side Google Maps just lied to us. When we looked up the way from Bielefeld to the ferry in Calais it mistakenly give us the way and time to Clais, which is about 8h. So we ended up deciding to have a stop on a Camping side in Bruges first, booked everything before we saw that Calais is just a 4h trip. Oops.

I was super excited for Burges but also a bit sad when the traffic jam took us more time than planned, so we arrived on the camping side at 8pm which gave us only 3h of time to explore the city before the camping side shut its doors. 

…oh beautiful Bruges

When I was standing in the city centre I was completely stunned. Bruges is just breathtakingly beautiful. Epic and historical buildings on every street, as the city has never been bombed or destroyed. 

On Grote Market you could feast through musseles and chips with the perfect view on the Belfried – a gigantic belfry. 

There were canals, small houses and lovely shops everywhere. Like a dream and even in the rain and at night I felt so at home there, while Katrin was a little scared by the medieval charm of this city. Crazy how different the view of one and the same city can be.

Unfortunately I can’t tell you more, as 3 hours clearly weren’t enough to get a good view on everything. I would have been so pleases to have a look behind and into the churches, to explore museums and eat ice cream at the canal. Someday I will come back not only a way trough. And maybe when the sun shines on this historic setting.

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