Fokus | Focus

Focus

Das mit dem Fokussieren ist manchmal gar nicht so einfach. Monate lang denkt man immer nur daran, dass irgendwann im Sommer da mal irgendwas passiert. Dann ist plötzlich Juli und die To-Do Liste platzt aus allen Nähten und gerade, wenn man denkt, dass endlich alles im Flow ist, dass die schlimmsten bürokratischen Sachen über den Berg sind, tauchen neue Probleme auf. Dabei fokussiert zu bleiben und daran zu glauben, dass am Ende das Richtige raus kommt, ist wirklich schwierig.

Es gibt eben immer das Gute, das Schlechte und das ganz Schlimme. Als wir das Auto abgeholt und sicher von Hamm hier her gefahren haben, war ich hell auf begeistert. Mein eigenes Auto, es ist groß und fährt gut, und ich sitze so hoch, dass ich alles total toll überblicken kann. Und dann fährt man sicher und zufrieden damit hin und her und hin und her und hin und her und plötzlich blinkt da eine kleine gelbe Leuchte auf und wie auf einem Barometer schwingt mein Fokus hektisch aus und steht anstatt auf „Gut“ auf „Ganz Schlimm“.

Plötzlich wird alles wieder unscharf und schwebt in bunten Farben um einen rum, man weiß nicht wo man Anfangen soll und man gerät in eine Art Schockzustand und manchmal auch an den Punkt, wo man am liebsten nur den Kopf unter die Bettdecke stecken und alles an sich vorbei ziehen lassen möchte.

Tief durchatmen und nicht schreiend im Kreis rennen, ist schon mal der erste und wichtigste Schritt. Und dann? Akzeptieren, dass nicht immer alles tutti-frutti nach Plan läuft. Unsicherheit wird ein ganz großer Teil von den nächste Monaten sein, denn wir können nicht immer ganz genau planen was passieren wird.

Das mit der Kontrolleuchte war alles halb so schlimm, und dann hat das Auto mich sicher von Bielefeld, nach Hamburg, nach Dresden und zurück nach Bielefeld gebracht. Wird schon irgendwie, dachte ich mir, stieg gestern in unser Auto um Altkleidersäcke wegzubringen und dann? Dann springt es nicht an.

Nachdem ich von meinen Eltern abgeholt wurde, habe ich erstmal eine Stunde lang wie ein Schlosshund vor mich hin geheult und sehr dramatische Sprachnachrichten an Elsa geschickt. Es ist eben nicht immer alles gut und es läuft nicht immer alles nach Plan. Aber schlussendlich sollte das Auto  ja eh zum Durchchecken noch mal in die Werkstadt.

Was ist also die Quintessenz? Sich auf die guten Dinge und auf das Gefühl, dass am Ende das richtige dabei raus kommt, zu fokussieren ist wichtig, ist essenziell. Trotzdem muss ich lernen offen zu sein, offen für Eventualitäten und Planänderungen, für Hindernisse und Steine, für Hürden und Challenges, ohne dabei den Fokus zu verlieren.

ENGLISH

Focusing sometimes really isn’t easy. For months it was just that thought that somewhen in summer something is going to happen. And suddenly it’s July and the to-do list is bursting at the seams, jut when you think, everything is in flow and the worst of the bureaucratic is done, new problems arise. Staying focussed and believe that everything will turn our right in the end can be kinda hard then.

There is always the good, the bad and the ugly. When we picked up our car and I drove it safely from Hamm to Bielefeld, I was complete enthusiastic about how perfect that car is for us. Its roomy and nice and feels safe. And so I was super satisfied for a few days, took the car even for small things and everything was fine till suddenly this small little yellow warning light light up and my focus barometer dropped from good to ugly within micro seconds.

Suddenly everything is blurry and in a colorful rush, you don’t longer know where to start or what to do and you drift into this state of shock where you just want to burry your head in your bedding.

Taking a deep breath and not running around screaming is the first thing to do, but then? Accept that not everything is easy peasy and according to plan all the time. Uncertainity is something that will be a great part of our journey and the next month, because we won’t be able to plan every little detail.

The thing with the warning light turned out to not be something bad and the car drove me super safe till Hamburg, then to Dresden and back to Bielefeld. Yesterday me and mum took my car to drive some old-clothes bags to the collectiong point and right there on the parking place my car didn’t want to start anymore.

My parents picked me up with the other car and I cried like 5 year old toddler for an hour and send really dramatic voice mails to Elsa. It’s not perfect all the time and things go wrong, but in the end we wanted to bring the car the to car service station for a final check up anyway.

So what’s the bottomline? Focus on the good things and on the feeling that everything will be fine and right in the end is important, is essential. But I do have to learn to be open for all the eventualities and changes of plans, challenges and obstacles without losing said focus.

 

 

Fat Fashion, fuck you attitude, cupcakes, unicorns & videogames. Cloud castle architect. Killerqueen. Graphic designer with a weak spot for hipster fonts.